Lilium Klinik

Schulterarthrose

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OP-Dauer
1 bis 2 Stunden
Klinikaufenthalt
4 bis 8 Tage
Sport wieder möglich
Nach 3 Wochen

Schulterarthrose (Omarthrose) – unser Behandlungskonzept in der LILIUM Klinik Frankfurt

In der LILIUM Klinik Frankfurt behandeln wir Schulterarthrose (medizinisch „Omarthrose“) konsequent mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit im Schultergelenk zu erhalten oder wiederherzustellen. Unsere Ärzte beginnen mit einer gründlichen Diagnostik. Dafür setzen wir neben der Anamnese und klinischen Untersuchung auch bildgebende Verfahren wie Röntgen und MRT ein, um das Ausmaß der Gelenkveränderungen exakt zu bestimmen.

Diagnostik der Schulterarthrose

Die Schulterarthrose entsteht durch fortschreitenden Knorpelabbau, der zu direktem Reibekontakt zwischen den Knochen führt. Typische Symptome sind Schmerzen bei Bewegung und Einschränkungen in Alltagstätigkeiten wie Armheben oder Rotieren der Arme, häufig begleitet von Steifigkeit und gelegentlichen Geräuschen im Gelenk.

Wir nutzen konservative Maßnahmen, solange sie wirksam sind: gezielter Muskelaufbau, medizinische Trainingstherapie (MTT), entzündungshemmende Medikamente, Hyaluronspritzen zur Verbesserung der Gleitfähigkeit oder Kortison-Injektionen bei akuten Entzündungen.

Operative Eingriffe an der Schulter zur Wiederherstellung der Gelenkfunktion 

Wenn konservative Behandlungen nicht ausreichen, greifen wir zu operativen Verfahren.

  • In frühen Stadien bietet sich eine arthroskopische Gelenkspiegelung mit Glättung der Gelenkfläche und gegebenenfalls Entfernung kleinerer Gewebeteile an. So können wir Beschwerden mildern und Zeit gewinnen.
  • Bei fortgeschrittener Arthrose setzen wir auf die Endoprothetik der Schulter, also Gelenkersatz. Unsere Fachärzte verwenden modernste Implantate (Gelenkpfanne, Gleitpaarung, Schaft) und planen die Operation digital per Schablonierung. Das zielt darauf, eine präzise und sichere Implantation zu gewährleisten.

Nach dem operativen Eingriff erfolgt eine individuell abgestimmte Nachbehandlung: zunächst Ruhigstellung des Arms mit speziellem Kissen, danach Physiotherapie, Kraftaufbau und medizinisches Training zur Wiedererlangung der Beweglichkeit.

Wieso die Schultergelenke anfällig für Arthrose sind

Die Schultergelenke sind sehr komplex aufgebaut und müssen im Laufe der Jahre viel leisten. Im Gegensatz zu den Knie- und Hüftgelenken steht hier der ausgesprochen große Bewegungsumfang im Vordergrund. Anders als die gewichttragenden Gelenke – eben Knie- und Hüftgelenke – werden die Schultern hauptsächlich durch die Vielzahl an Bewegungen über einen langen Zeitraum belastet. Insbesondere sind Überkopftätigkeiten auf Dauer schulterbelastend. Verschiedene unangenehme Symptome (zum Beispiel anhaltende Schulterschmerzen) können die Folge sein. Neben anderen Problemen kann sich an den Gelenken der Schulter mit der Zeit eine Arthrose entwickeln.

Das Schultergelenk besteht nicht nur aus einer Gelenkpfanne und dem Oberarmkopf. Vielmehr muss es als funktionelle Einheit aus dem eigentlichen Gelenk und einer Vielzahl an Muskeln, Sehnen und Bändern verstanden werden.

  • Die Rotatorenmanschette, eine Muskelmanschette bestehend aus 4 Muskeln, ist ein essentieller Stabilisator der Schulter. Kommt es an der Rotatorenmanschette im Laufe der Zeit zu Abnutzungen oder verletzungsbedingten Veränderungen, steigt die Geschwindigkeit, mit der die Arthrose der Schulter fortschreitet, rapide an.
  • Ganz im Vordergrund befindet sich die Supraspinatussehne. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Strukturen des Schultergelenkes. Sie hat nicht nur eine motorische Funktion. Vielmehr hält sie wesentlich, gemeinsam mit der langen Bizepssehne, den Oberarmkopf nach unten. Das ist für die Zentrierung des Schultergelenkes extrem wichtig.

Die mit einer Arthrose der Schulter einhergehenden Symptome können vielfältig sein und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Die häufigsten Schulterarthrose-Symptome sind:

  • Schmerzen: Schulterarthrose verursacht oft anhaltende, starke Schmerzen im Schultergelenk. Die Schmerzen können sich bei Bewegung, insbesondere beim Heben des Arms, verstärken.
  • Bewegungseinschränkungen: Eine der charakteristischen Folgen der Schulterarthrose ist die eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Arms. Das Heben und Drehen des Arms wird zunehmend schwierig, was die täglichen Aktivitäten beeinträchtigen kann.
  • Steifheit: Morgensteifigkeit ist ein häufiges Symptom bei Schulterarthrose. Betroffenen fällt es schwer, die Schulter nach dem Aufwachen zu bewegen. Die Steifheit kann im Verlauf des Tages nachlassen, verschwindet jedoch nicht vollständig.
  • Knirschende Geräusche: Beim Bewegen des Arms können Knirsch- oder Reibegeräusche im Schultergelenk auftreten. Dies ist auf den fortschreitenden Verlust von Knorpelgewebe zurückzuführen.
  • Muskelatrophie: Durch die Schonhaltung und die verminderte Nutzung des betroffenen Arms können Muskelatrophie und Schwäche auftreten. Dies kann zu weiteren Funktionsbeeinträchtigungen führen.
  • Entzündungsreaktionen: Entzündungen im Schultergelenk können auftreten, begleitet von Schwellungen und Rötungen. Die Entzündungen tragen zur Verschlechterung der Gelenkfunktion bei.

Es ist wichtig, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und einen individuellen Behandlungsplan zu erhalten.

Kommt es bei Patientinnen oder Patienten zu einer Abnahme der Sehnensubstanz oder gar zu einem Riss derselben, wandert der Oberarmkopf sukzessive nach oben. Das ist die Ursache einer zunehmenden Abnutzung des Knorpelüberzuges, der Schulterarthrose. Wichtigstes Symptom ist in der Regel die schmerzhafte Bewegungseinschränkung. Deren Ausmaß ermittelt Ihr Schulterspezialist bei einer körperlichen Untersuchung, gestützt von bildgebenden Verfahren.

Folgende Merkmale machen sich häufig bei der Diagnose einer Schulterarthrose bemerkbar:

  • Es zeigt sich eine zunehmende Entrundung des Oberarmkopfes.
  • Hinzu kommt eine Verschmälerung des Raumes zwischen dem Schultergelenksdach und dem Oberarmkopf.
  • In so einem Fall ist die Beweglichkeit der Schulter oft schon deutlich eingeschränkt. Schon kleinere Handgriffe im Alltag fallen dann oft schwer und erzeugen zunehmende Schmerzen.

Die weiterführende Diagnose erfolgt anhand einer verbindlichen Leitlinie. Nach dem Röntgenbild und dem bestätigten Verdacht der Schulterarthrose wird, soweit möglich, eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Hierbei können 3-D-Rekonstruktionen erstellt werden. Damit ist die Quantifizierung der Arthrose im Schultergelenk oft einwandfrei möglich, also die exakte Feststellung, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

Im Vordergrund steht bei der Schulterarthrose, alle konservativen Möglichkeiten der Behandlung auszuschöpfen, das bedeutet, eine Therapie ohne chirurgischen/operativen Eingriff.

Maßnahmen der konservativen Behandlung bei Schulterarthrose sind:

  • Eine entscheidende therapeutische Maßnahme ist die Aktivierung. Darunter versteht man den muskulären Aufbau, um eine bessere Beweglichkeit und Stabilität des Schultergelenkes zu erreichen. Das trägt gewöhnlich auch zu einer Milderung der Schmerzen bei. In der modernen Praxis besteht die Möglichkeit, Patientinnen und Patienten durch eine Medizinische Trainingstherapie (MTT) zu helfen. Spezialisierte Sporttherapeuten erarbeiten mit Ihnen hierfür ein Trainingskonzept. Auf Wunsch können Patientinnen und Patienten sich den erfahrenen Physiotherapeuten von Vitova Medifit anvertrauen, deren Praxis und medizinisches Fitnessstudio sich im selben Gebäude befindet wie die LILIUM Klinik. Zur Linderung der Symptome, welche die Schulterarthrose auslöst, sollte die Patientin oder der Patient zunächst dauerhaft aktiv bleiben.
  • Natürlich ist neben dem Muskelaufbau auch die Gabe von Schmerzmitteln ein medizinischer Standard bei der Behandlung einer Schulterarthrose. Entsprechend dem Risikoprofil und den bereits eingenommenen Medikamenten bekommen Sie gegen die Symptome der Omarthrose spezielle entzündungshemmende Tabletten verordnet.
  • Auch die Injektion eines Hyaluron-Präparates ist eine Behandlung, die bei einer Arthrose der Schulter helfen kann. Durch das Hyaluron kann die Gleitfähigkeit des Schultergelenkes verbessert werden. Ein Knorpelaufbau, wie so oft in den Medien proklamiert, findet hierbei jedoch nicht statt. Ist der Knorpel bei Patientinnen oder Patienten erst einmal abgenutzt und abgerieben, ändert daran weder ein „Knorpelaufbau-Präparat“ noch anderweitige „Wundermittel“ etwas.
  • Die Injektion von Kortison in das Gelenk kann insbesondere bei entzündlichen Schmerzen oft zu einer akuten und, im besten Fall, mittelfristigen Verminderung der Beschwerden führen, die durch die Arthrose ausgelöst werden.

In vielen Fällen kann die konservative Behandlung die Arthrose im Schultergelenk, die eigentliche Ursache für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, leider nicht genügend eindämmen. Dann bietet sich eine Operation am betroffenen Gelenk der Schulter an.

Minimalinvasive Eingriffe im Sinne der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) können durch Glättung der Unterseite des Schulterdaches oftmals Linderung bringen. Je nachdem, wie sich nach der Diagnose der Omarthrose die Knochenoberfläche im MRT darstellt, kann hierdurch nicht selten erheblich Zeit gewonnen werden. Erst bei weiter fortgeschrittener Schulterarthrose wird dann die „große“ Operation notwendig.
Schulterprothesen werden in Deutschland jedes Jahr tausende Male erfolgreich eingesetzt. Neben der unfallchirurgischen Versorgung bei Knochenbrüchen steht bei uns in der LILIUM Klinik die elektive Endoprothetik der Schulter im Vordergrund.
Beim Einsetzen eines neuen Schultergelenkes benötigt der Orthopäde neben langjähriger Erfahrung ein eingespieltes OP-Team, welches ihn dabei unterstützt.
Das künstliche Schultergelenk besteht im Wesentlichen aus 3 Teilen:

  • der Gelenkpfanne aus Metall,
  • der Gleitpaarung aus einem speziellen Polyethylen
  • und dem Schaft, welcher im Oberarmknochen fixiert wird.

Vor der Schulterarthrose-OP plant Ihr Orthopäde die anzunehmenden Implantate digital anhand der Röntgenbilder. Diese sogenannte Schablonierung erhöht für Sie als Patientin oder Patient die Sicherheit des künstlichen Schultergelenks. Sie ist daher ein essentieller Bestandteil der modernen Schulterchirurgie.

Nach der Operation, bei der das neue Schultergelenk eingesetzt wurde, wird der betroffene Arm vorübergehend mit einem speziellen Kissen ruhiggestellt. Dadurch soll neben der Schmerzreduktion auch die Muskulatur unterstützt werden, insbesondere der sogenannte Schulterkappenmuskel. Er wird ab sofort einen Großteil der Steuerung des Armes übernehmen. Eine reguläre Anschlussheilbehandlung folgt dem akut stationären Aufenthalt. Die physiotherapeutische Erstbetreuung direkt nach der Schulterarthrose-Operation in der LILIUM Klinik übernimmt das Team von Vitova Medifit. Auf Wunsch können unsere Patientinnen und Patienten in deren Praxis und medizinischem Fitnessstudio auch die sich anschließende Reha-Behandlung durchführen. Das Zeitfenster liegt hier bei etwa 4 bis 6 Wochen.
Nach Abnahme des Schulterkissens und Durchführung der Rehabilitation verordnet Ihr Orthopäde Ihnen weitere Krankengymnastik. Ab da sind Sie gefragt. Durch ein konsequentes Training sollen jetzt die optimale Beweglichkeit und der größtmögliche Kraftaufbau erzielt werden. Parallel zur krankengymnastischen Behandlung wird Ihnen in der Regel auch die Durchführung der bereits beschriebenen Medizinischen Trainingstherapie (MTT) angeboten.

Wir untersuchen und beraten Sie gern in unserer Privatklinik am Flughafen Frankfurt

Zögern Sie bei Schulterproblemen nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.