Lilium Klinik

HWS-Syndrom

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OP HWS-SYNDROM
Anästhesie
Vollnarkose
OP-Dauer
30 Minuten bis
2 Stunden
Klinikaufenthalt
4 bis 6 Tage
Sport wieder möglich
Nach einigen
Wochen
bis Monaten

HWS-Syndrom mit modernsten Methoden behandeln

In der LILIUM Klinik Frankfurt nehmen wir das HWS-Syndrom (Halswirbelsäulensyndrom, medizinisch: Zervikalsyndrom) als typische Erkrankung im Bereich der Halswirbelsäule sehr ernst. Es steht für vielfältige Beschwerden rund um Nacken, Schultern, Arme und Kopf, die durch strukturelle oder funktionelle Störungen im Halswirbelsäulenbereich verursacht werden können. Ziel unserer Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, Nervenreizungen zu beseitigen und eine bestmögliche Beweglichkeit wiederherzustellen.

Ursachen, Symptome und Diagnostik eines HWS-Syndroms

Ursachen und Beschwerden können beim HWS-Syndrom vielfältig sein:

  • Ein HWS-Syndrom kann durch Muskelverspannungen, Fehlhaltungen, degenerative Veränderungen (zum Beispiel Arthrose), Bandscheibenvorfälle oder Einengungen im Spinalkanal (Stenosen) entstehen.
  • Die häufigsten Beschwerden sind Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich, Bewegungseinschränkungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen oder Händen, gelegentlich auch Kopfschmerzen oder Schwindel.
 

Zur Diagnosestellung kombinieren wir körperliche Untersuchung, neurologische Tests und bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT. Das ermöglicht uns, mögliche Ursachen präzise zu erfassen und die Therapie gezielt zu planen.

Konservative und minimalinvasive Therapieansätze beim HWS-Syndrom

Wir beginnen in der Regel mit konservativen Maßnahmen wie Schmerztherapie, begleitender Physiotherapie, Mobilisationsübungen und Entspannungstechniken.
Wenn diese Therapien nicht zum gewünschten Erfolg führen, bieten wir moderne minimalinvasive Verfahren an:

  • Periradikuläre Therapie (PRT): gezielte Injektionen von schmerz- und entzündungslindernden Mitteln zur Milderung von Schmerzen und Entzündungsreaktionen. Dies erfolgt direkt an der betroffenen Nervenwurzel unter radiologischer Kontrolle. 
  • Radiofrequenz-Nervenablation (RFNA): thermische Beeinflussung feiner Nervenfasern zur länger anhaltenden Schmerzlinderung. Dies bietet sich etwa bei Beschwerden an Facettengelenken oder kleinen Nervenverzweigungen an.
 

Wenn diese Methoden nicht ausreichen, kann eine Operation angezeigt sein.

Operative Optionen bei hartnäckigen Beschwerden durch ein HWS-Syndrom

Sollten Schmerzen, neurologische Ausfälle oder strukturelle Schäden trotz intensiver konservativer oder minimalinvasiver Therapie fortbestehen, führen wir mikrochirurgische Eingriffe durch:

  • Entlastung von Nervenbahnen durch Entfernung von Bandscheibengewebe oder knöchernen Einengungen
  • Wirbelversteifung (Spondylodese) in Fällen von Instabilität
  • Bandscheibenprothese bei geeigneter Indikation, um die Beweglichkeit zu erhalten
 

Der Eingriff erfolgt meist minimalinvasiv mit kleinen Zugängen und möglichst rückenschonender OP-Technik, um den Heilungsprozess möglichst kurz zu halten. Der stationäre Aufenthalt beträgt typischerweise 4 bis 6 Tage.

In der LILIUM Klinik Frankfurt begleiten wir Sie Schritt für Schritt von der Diagnose über konservative und interventionelle Therapie bis hin zur möglichen Operation mit individueller Nachsorge.

HWS-Symptome: Beschwerden, die im Bereich der Halswirbelsäule auftreten können

Bei einem HWS-Syndrom betreffen die Beschwerden häufig Nacken und Schultern, können aber auch darüber hinausgehen. Zu beachten ist, dass das Beschwerdebild des Zervikalsyndroms anderen Krankheitsbildern ähneln kann, daher ist eine genaue diagnostische Abklärung durch die Orthopädie wesentlich.

Mögliche Symptome, die für das Vorliegen eines HWS-Syndroms sprechen, sind:

  • Nackenschmerzen, die in Rumpf und Arme ausstrahlen können
  • Bewegungseinschränkungen in diesen Bereichen
  • Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Tinnitus (Ohrensausen)

Daneben können auch Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang mögliche HWS-Symptome sein – auch wenn das auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Ein erfahrener Spezialist bezieht auch eine solche Möglichkeit mit ein, um das Halswirbelsäulensyndrom zuverlässig von Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden abgrenzen zu können.

Die häufigsten Ursachen für Beschwerden im Umfeld des HWS-Syndroms sind:

  • Verspannungen und Verhärtungen der Nackenmuskeln
  • Verklebte Faszien im Nackenbereich
  • Einengung von Nervenkanälen infolge von Muskelverspannungen

Diese Beschwerden kommen häufig von Über- oder Fehlbelastungen der Wirbelsäule, ständigem falschen Sitzen, einer ungünstigen Schlafposition oder Bewegungsmangel. Sprichwörtlich ist der „Smartphone-Nacken“, ein typischer Auslöser für die Entwicklung eines HWS-Syndroms. Hierbei kommt es zu Nackenschmerzen und Verspannungen, die von einem andauernd vorgebeugten Kopf herrühren. Viele Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule haben ähnliche Ursachen: Durch die einseitige Belastung verspannen und verhärten sich die örtlichen Muskeln. Das löst die oft quälenden Nackenschmerzen aus. Bewegungseinschränkungen und Fehlhaltungen sind Folgeerscheinungen, welche die ursprünglichen HWS-Symptome wiederum verstärken.

Wärmflasche oder Heizkissen, schmerzlindernde Maßnahmen und spezielle Übungen bringen bei Nackenschmerzen oft unmittelbar Linderung. Irreversibel sind Beschwerden, die auf Verspannungen im Nacken zurückgehen, zum Glück nur selten. In den meisten Fällen gehen die Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen spätestens nach einigen Wochen wieder zurück.
Bei anhaltenden Beschwerden empfiehlt es sich in jedem Fall, einen Arzt aufzusuchen. Er kann die Ursache abklären und weitere therapeutische Maßnahmen wie etwa Physiotherapie verschreiben.

Anhaltende Beschwerden sollten Sie unbedingt abklären lassen. Ernstzunehmende Ursachen für Beschwerden im Umkreis des HWS-Syndroms können folgende sein:

  • Arthrose (Verschleiß) der Halswirbelgelenke
  • Bandscheibenvorfall
  • Verletzungen durch Sport oder Unfall
  • Krankhafte Knochenveränderungen (Osteochondrose)
  • Gelenkblockade im Bereich der Halswirbelsäule
  • Spinalkanalstenose
  • Entzündungen der Wirbelkörper (Spondylitis oder Spondylodiszitis)
  • Rheumatische Erkrankungen

Beschwerdebild und Symptome beim HWS-Syndrom unterscheiden sich oftmals nicht grundlegend von einfachen Muskelverspannungen. Chronische Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule und damit verbundene Bewegungseinschränkungen können die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten jedoch stark in Mitleidenschaft ziehen. Das Risiko für Folgeschäden ist hoch. Umso wichtiger ist eine gründliche Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt.

Bei Ihrem Besuch schildern Sie dem Arzt der LILIUM Klinik ausführlich Ihre Beschwerden. Daraufhin wird er eine körperliche Untersuchung vornehmen. Diese besteht aus Abtasten und der Prüfung, ob mechanischer Druck auf bestimmte Zonen Schmerzen auslöst. Auch Nervenreflexe lassen sich so teils testen. Beeinträchtigte Nerven im Bereich der Halswirbelsäule können zum Beispiel spezielle Beschwerden in den Schultern und Armen auslösen.
Als nächster Schritt zur Diagnose eines HWS-Syndroms werden bildgebende Verfahren eingesetzt. Zunächst wird ein herkömmliches Röntgenbild angefertigt. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) und in seltenen Fällen eine Computertomographie (CT) können zur Darstellung der knöchernen Strukturen hinzukommen, um aufschlussreiche Aufnahmen der Halswirbelsäule zu erhalten. Aus der Zusammenschau der diagnostischen Verfahren leitet der Arzt die erforderliche Behandlung ab.

Wie in der modernen Orthopädie üblich, behandeln die Ärzte der LILIUM Klinik auch Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule zunächst mit möglichst milden Verfahren. Wirbelsäulenchirurgie oder andere weitergehende Interventionen kommen erst ins Spiel, wenn die Möglichkeiten der konservativen HWS-Syndrom-Behandlung ausgeschöpft sind. Über die verschiedenen Optionen der Therapie bei Zervikalsyndrom erhalten Sie hier einen Überblick.

Zur Behandlung eines Halswirbelsäulensyndroms können konservative Maßnahmen (ohne OP) und operative Eingriffe eingesetzt werden. Oftmals lässt sich ein HWS-Syndrom behandeln, ohne dass operative Maßnahmen ergriffen werden müssen.

HWS-Syndrom ohne OP behandeln

Bei der weit überwiegenden Anzahl der Patientinnen und Patienten mit HWS-Syndrom kommen wir mit konservativen oder nur gering invasiven Maßnahmen zum Erfolg. Mithilfe dieser Verfahren können wir in der LILIUM Klinik Ihr HWS-Syndrom behandeln:

  • Schmerztherapie mit Medikamenten
  • Periradikuläre Therapie (PRT)
  • Radiofrequenz-Nervenablation (RFNA)
  • Verschreibung von Physiotherapie

Physiotherapie durch kompetente Therapeuten kann die betroffenen Regionen mobilisieren, sie stabilisieren und dadurch Schmerzen, die von der Halswirbelsäule ausgehen, verringern. Die Patientin oder der Patient erlernt Übungen, die er oder sie regelmäßig zu Hause anwenden kann. Über die Art der physiotherapeutischen Maßnahmen wird je nach Krankheitsbild entschieden.

Halten die Beschwerden nach einer medikamentösen Schmerztherapie länger an, können die nachfolgend beschriebenen minimalinvasiven Verfahren bei Halswirbelsäulensyndrom Schmerzlinderung bringen.

Periradikuläre Therapie (PRT)

Bei der periradikulären Therapie handelt es sich um eine minimalinvasive Injektionstherapie unter radiologischer Kontrolle. Der Arzt lokalisiert die für den Schmerz ursächliche Nervenwurzel und spritzt ein schmerz- und entzündungslinderndes Medikament direkt in diese Zone. Die Live-Überwachung der Therapie per radiologischer Kontrolle bringt Sicherheit für die sensiblen Strukturen im Zielbereich. Die Behandlung nimmt meist nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch.

Radiofrequenz-Nervenablation (RFNA)

Bei der Weiterführung der Technik der periradikulären Therapie (PRT) im Sinne der Radiofrequenz-Nervablation (RFNA) injiziert der Arzt das schmerz- und entzündungshemmende Medikament direkt in die Nähe der Nervenwurzel, deren zugehöriger Nerv die Beschwerden auslöst. Danach führt er eine Elektrode an gleicher Stelle an das Facettengelenk beziehungsweise die kleinen nervalen Verzweigungen in diesem Bereich heran. Das geschieht ambulant unter radiologischer Kontrolle. Ungewollte Verletzungen durch die Injektionsnadel lassen sich so vermeiden. Schließlich wird kontrolliert durch Hitzeeinwirkung das Gewebe lokal an dieser Stelle bearbeitet – jeweils radiologisch kontrolliert und unter Verwendung von Lokalanästhetika, um den minimalinvasiven Eingriff möglichst schmerzarm bis schmerzfrei zu gestallten.

Bei chronischen Schmerzen in den Bereichen Nacken, Rücken oder theoretisch auch an anderen Gelenken kann die RFNA andauernde Schmerzlinderung bringen.

Dasselbe gilt für ein schmerzhaftes Facettensyndrom im Bereich der Halswirbelsäule. Hier kann der behandelnde Arzt per RFNA eine zervikale Facettendenervation durchführen:

  • Indikation/Symptome: Nackenschmerzen, Arm- und Schulterschmerzen, Kopfschmerzen, Taubheit oder Kribbeln in Armen und Händen, Gefühlsstörungen in den Händen, Gleichgewichtsprobleme.
  • Vorgehen: Je nach zu behandelnder Ebene sind mehrere sich überschneidende Läsionen nötig, um variable Nervenverläufe abzudecken. Die Zielstellen der zervikalen Läsionen werden entlang des Verlaufs des Ramus medialis ausgewählt.

Bessern Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sich nicht spätestens nach 3 Monaten, kann eine Operation erwogen werden. Je nach Symptomen, Diagnose und Fortschritt der Erkrankung können sehr verschiedene Verfahren in Frage kommen:

  • Entlastung von Nervenbahnen
  • Prothese für die betroffene Bandscheibe
  • Wirbelversteifung (Spondylodese)

Die moderne Wirbelsäulenchirurgie arbeitet fast ausschließlich mit minimalinvasiven, mikrochirurgischen Verfahren. Dank sehr kleiner Zugänge für die Operation wird Gewebe kaum verletzt. Das beschleunigt die Heilung und fördert eine rasche Erholung der Patientin oder des Patienten. Die komfortable Ausstattung der LILIUM Klinik trägt zusätzlich zum Wohlbefinden der operierten Person bei. Der Klinikaufenthalt dauert gewöhnlich nicht länger als 4 bis 6 Tage.

Entlastung von Nervenbahnen

Die Entlastung von Nervenbahnen kann sich zum Beispiel bei einer Spinalkanalstenose im Nackenbereich anbieten, einer Einengung von Nerven im Wirbelkanal. Anhaltende Nacken- oder sonstige Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Kribbeln, Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Inkontinenz lassen sich so abstellen. Auch ein Bandscheibenvorfall kann diese Symptome auslösen und Maßnahmen der Wirbelsäulenchirurgie erforderlich machen. Chirurgisch entfernt wird dann zum Beispiel Bandscheibengewebe, das den betroffenen Nervenstrang blockiert. Derartige Eingriffe dauern durchschnittlich 30 bis 60 Minuten.

Wirbelversteifung

Dieses Verfahren wird bei schweren Erkrankungen der Halswirbelsäule wie einem Bandscheibenvorfall mit Folgeschäden angewendet. Es ist allerdings irreversibel und sorgt für eine dauerhaft eingeschränkte Beweglichkeit. Dafür kann diese Form der operativen Therapie quälende Schmerzen abstellen und der betroffenen Patientin oder dem Patienten wieder neuen Lebensmut schenken. Eine funktionserhaltende Bandscheibenprothese ist unter Umständen vorzuziehen, falls die Degeneration nicht zu weit fortgeschritten ist.

Prothese für die Bandscheibe

Bei degenerativen Erkrankungen der Nackenwirbelsäule kann eine Bandscheibenprothese, die minimalinvasiv implantiert wird, eine schonende Alternative zu einer Wirbelversteifung sein. Die stark geschädigte Bandscheibe wird ersetzt durch ein Implantat. Es besteht meistens aus biokompatiblem Titan und Kunststoff. Es schützt die Nachbarwirbel vor fortschreitender Abnutzung. Die Maßnahme kann die Schmerzen lindern, den Nacken entlasten und die Beweglichkeit der Halswirbelsäule zu rund 70 % wiederherstellen.

Bewegung kann Verspannungen vorbeugen, die Nackenschmerzen, regelmäßige Kopfschmerzen oder ein voll entfaltetes HWS-Syndrom auslösen. Ratsam sind zum Beispiel nacken- und rückenfreundliche Sportarten wie Schwimmen. Auch die gezielte Kräftigung von Nacken, Schultern und Rücken ist hilfreich. Wenn Sie seit längerem Nackenschmerzen oder ähnliche Probleme haben oder bereits in Therapie sind, sollten Sie sich hierzu professionell beraten lassen.

Wir untersuchen und beraten Sie gern in unserer Privatklinik am Flughafen Frankfurt

Zögern Sie bei Verdacht auf ein HWS-Syndrom nicht, die erfahrenen Orthopäden und Neurochirurgen der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.