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Lilium Klinik

Kreuzband

ALLE INFOS:
Kreuzband-op
Anästhesie
Vollnarkose Spinalanästhesie
OP-Dauer
1 Stunde
Klinikaufenthalt
1 bis 2 Tage
Sport wieder möglich
Nach 8 Wochen
Prof. Dr. Dr. Thomas Stein: LILIUM Klinik Frankfurt

Kreuzband-OP in der LILIUM Klinik Frankfurt

Hohe Expertise bei Verletzungen der Kreuzbänder 

Eine Verletzung des vorderen oder hinteren Kreuzbandes bedeutet für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung im Alltag und bei der sportlichen Betätigung. In der LILIUM Klinik Frankfurt führen unserer Kniespezialisten Kreuzband-Operationen bei Patienten durch, bei denen ein gerissenes Kreuzband die Stabilität, Funktion und Sicherheit des Kniegelenks erheblich beeinträchtigt. Ziel ist es, mit modernen arthroskopischen Techniken die Stabilität wiederherzustellen und Langzeitschäden zu vermeiden. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über die Behandlung von Kreuzbandverletzungen in der LILIUM Klinik Frankfurt.

Diagnostik und Therapieentscheidungen bei Kreuzband-Verletzungen

In der LILIUM Klinik Frankfurt verfolgen wir ein ganzheitliches Konzept für Ihre Kniegesundheit

Ein Kreuzbandriss (fachsprachlich: Kreuzbandruptur) entsteht oft durch Sportverletzungen mit Überdrehungen des Knies oder starker äußerer Krafteinwirkung. Begleitend können Meniskus, Knorpel, Knochen oder weitere Bänder verletzt werden. Für die Einschätzung der Schädigung und die Behandlungsplanung setzen wir eine umfassende Diagnostik mit körperlicher Untersuchung, Stabilitätstests, Röntgen und MRT ein. So können wir Begleitverletzungen frühzeitig erkennen. In manchen Fällen ist eine konservative Therapie möglich, etwa bei einem hinteren Kreuzbandriss oder reduzierten Aktivitätsansprüchen. Zur Rehabilitation dienen unter anderem individuell eingestellte Orthesen, begleitet von gezielten Rehabilitationsmaßnahmen für (neuro-)muskuläre Koordination, Muskelaufbau und Beinachsenkontrolle.

Operative Möglichkeiten für die Kreuzband-OP im Überblick

Die Operation Ihres verletzten Kreuzbandes stimmen die Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt individuell auf Sie ab. Die Vorgehensweise richtet sich unter anderem nach Verletzungsmuster, eventuellen Begleitverletzungen am Kniegelenk und Ihrer sportlichen Aktivität. In der Regel erfolgt der Eingriff arthroskopisch (Schlüssellochtechnik). Dabei können in der LILIUM Klinik Frankfurt verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen. Die wichtigsten finden Sie in dieser Übersicht, ausführlichere Informationen haben wir weiter unten auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Personalisierte Ersatzplastik

Wiederherstellung des gerissenen Bandes mit Transplantaten aus körpereigenem Sehnenmaterial (zum Beispiel Semitendinosus-, Quadrizeps- oder Patellarsehne)

Kreuzbandnaht

Bei teilweisem Riss kann das Band wieder vernäht und befestigt werden.

Refixation

Ist ein knöcherner Ausriss mit dem Band verbunden, lässt sich das Knochenfragment oft reimplantieren und fixieren.

Die Kreuzbänder helfen entscheidend mit, das Knie zu stabilisieren

Vorderes Kreuzband (VKB) und hinteres Kreuzband (HKB) verlaufen tief im Kniegelenk zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein. Für die Stabilität des Knies haben sie eine entscheidende Funktion. Sie sorgen dafür, dass der Schienbeinkopf und die Enden des Oberschenkelknochens bei Belastungen, Drehbewegungen und Richtungswechseln kontrolliert zueinander geführt werden. Das vordere Kreuzband verhindert vor allem, dass der Schienbeinkopf zu weit nach vorne gleitet. Das hintere Kreuzband dagegen sichert den Schienbeinkopf gegen ein Zurückgleiten nach hinten.

Was geschieht bei einem Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbands?

Risse des vorderen Kreuzbands kommen deutlich häufiger vor als solche des hinteren. In Deutschland kommt es pro Jahr zu etwa 45.000 bis 60.000 VKB-Verletzungen, an HKB-Verletzungen gibt es nur etwa ein Zehntel davon.

  • Reißt das vordere Kreuzband, geschieht dies häufig beim Sport. In der Mehrzahl der Fälle ist daran keine andere Person beteiligt. Typisch ist eine plötzliche Verdrehung des Knies: Der Fuß steht fest am Boden, das Knie ist leicht gebeugt, der Unterschenkel rotiert und das Knie gerät in eine leichte X-Bein-Stellung. In diesem Moment kann es dazu kommen, dass der Schienbeinkopf kurzzeitig aus seiner normalen Führung gleitet (Subluxation) und das Kreuzband überbelastet wird. Viele Betroffene beschreiben ein Gefühl des plötzlichen Wegknickens, oft begleitet von einem hör- oder spürbaren „Knacken“.
  • Das hintere Kreuzband reißt eher, wenn eine starke Kraft von vorne auf den gebeugten Unterschenkel einwirkt. Das kann zum Beispiel bei einem Sturz auf das angewinkelte Knie passieren oder bei einem Anprall des Schienbeins. Auch Überstreckungen oder starke Beuge- und Drehbewegungen können das hintere Kreuzband verletzen. Da es den Schienbeinkopf nach hinten sichert, kann das Schienbein nach einer Ruptur nach hinten absinken oder es lässt sich bei Belastung nicht mehr ausreichend stabil führen.

Ein Kreuzbandriss betrifft eher selten nur eines der Bänder. Je nach Unfallgeschehen werden häufig die Menisken, die Gelenkkapsel sowie das Innen- und Außenband mit verletzt. Auch Knorpelschäden oder knöcherne Begleitverletzungen sind möglich.

Bei Verdacht auf einen Kreuzbandriss kommt es auf gründliche Diagnostik an

Bei einer Knieverletzung gleich welcher Art ist eine sorgfältige Diagnostik von größter Wichtigkeit. Das gilt natürlich auch bei Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Unser Kniespezialist untersucht nicht nur das vordere und hintere Kreuzband, sondern das gesamte Kniegelenk. Dazu gehören eine genaue körperliche Untersuchung mit Stabilitätstests sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen und MRT. Erst wenn klar ist, ob ein isolierter Kreuzbandriss, ein Teilriss, ein kompletter Riss oder eine kombinierte Bandverletzung mit weiteren geschädigten Strukturen vorliegt, lässt sich die Behandlung sicher planen.

Warum ist nach einer Kreuzbandverletzung eine sorgfältige Behandlung wichtig?

Ein Kreuzbandriss verändert Stabilität und Bewegungsführung des Kniegelenks. Dabei spielen zwei Gesichtspunkte eine Rolle: die statische Stabilität, also die Führung durch Bänder, Menisken und Gelenkkapsel, und die dynamische Stabilität, also die aktive Kontrolle durch Muskeln und neuromuskuläre Koordination. Eine gut ausgebildete Muskulatur kann das Knie zwar spürbar besser führen. Sie kann ein gerissenes Kreuzband jedoch nie vollständig ersetzen.

  • Nach einer Kreuzbandverletzung ist der normale Roll-Gleit-Mechanismus des Knies gestört.
  • Oberschenkelknochen und Schienbein bewegen sich nicht mehr so exakt zueinander wie in einem gesunden Knie.
  • Beim vorderen Kreuzbandriss kann das Knie nach vorne instabil werden.
  • Beim hinteren Kreuzbandriss kann der Schienbeinkopf nach hinten absinken oder sich unter Belastung ungünstig verschieben.
  • Manche Patienten spüren diese Instabilität deutlich in Form von häufigerem Wegknicken oder einem Unsicherheitsgefühl.
  • Auch wenn manche Betroffene im Alltag zunächst nur wenig davon bemerken, ist das Knie biomechanisch gesehen weiterhin instabil.

Wird eine Kreuzbandverletzung nicht ausreichend therapiert oder übersehen, können Menisken und Gelenkknorpel einer dauerhaften Überlastung unterliegen. Das kann langfristig Schmerzen, wiederkehrende Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und eine vorzeitige Abnutzung des Kniegelenks begünstigen.

In manchen Fällen ist anstelle einer Operation eine konservative Behandlung mit gezielter Physiotherapie, Muskelaufbau und Koordinationstraining möglich. Welche Art Therapie sinnvoll ist, hängt vom genauen Verletzungsmuster, vom Alter des Patienten, vom sportlichen Aktivitätsniveau, von Begleitverletzungen und von den persönlichen Zielen des Patienten ab.

  • Besonders bei bestimmten Verletzungen des hinteren Kreuzbands setzt man häufiger auf einen konservativen Ansatz.
  • Eine konservative Behandlung kann sich zum Beispiel anbieten, wenn das Knie im Alltag stabil wirkt und die sportliche Aktivität geringer ist.

Bei der Mehrzahl der Kreuzbandrisse empfiehlt sich allerdings eine operative Stabilisierung. Nur so kann man die Belastbarkeit des Knies ausreichend wiederherstellen und Folgeschäden vermeiden. Entscheidend ist die individuelle Beurteilung durch erfahrene Kniespezialisten wie die der LILIUM Klinik Frankfurt.

In der Frühphase nach der Verletzung stehen auch bei konservativer Therapie zunächst entlastende Maßnahmen, Abschwellung und Schmerzbehandlung im Vordergrund. Gegebenenfalls kann eine Orthese (stabilisierende Knie-Schiene) Verwendung finden. Die weitere Therapie des Kreuzbandrisses ohne Operation setzt auf die aktive Mitarbeit des Patienten. Uns leiten dabei folgende Gesichtspunkte:

  • Der Kniespezialist ermittelt zunächst die funktionellen Defizite, die der Kreuzbandriss bewirkt hat.
  • Die konservative Therapie zielt darauf ab, die dynamische Stabilität des Kniegelenks zu verbessern. Das Knie soll durch Muskelaufbau, Koordination und Bewegungssteuerung aktiv stabilisiert werden.
  • Auf diese Weise wird das gerissene Kreuzband funktionell so weit wie möglich ersetzt. Dabei hilft ein individueller Trainingsplan.

Im Mittelpunkt stehen über mehrere Wochen bis Monate Physiotherapie, Muskelaufbau und Koordinationstraining. Trainiert werden insbesondere die Oberschenkelmuskulatur, die hintere Beinmuskulatur sowie die becken- und hüftstabilisierenden Muskelgruppen. Auch Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit und die Herstellung einer sicheren Beinachse bei Alltags- und Sportbewegungen werden geschult. So kann das Knie besser geführt und das subjektive Stabilitätsgefühl verbessert werden.

Wichtig ist bei der konservativen Therapie eine regelmäßige Verlaufskontrolle. Dabei prüft der Kniespezialist der LILIUM Klinik Frankfurt, ob das Knie im Alltag ausreichend stabil ist. Schwellungen oder Schmerzen sollten nach und nach zurückgehen, die Muskulatur sollte wieder zuverlässig arbeiten. Wenn trotz konsequenter konservativer Therapie Instabilität, Schmerzen oder Folgeschäden auftreten, muss die Behandlungsstrategie auf den Prüfstand gestellt werden.

Zeigt die Untersuchung, dass der Kreuzbandriss zu einer nicht tolerierbaren Instabilität führt, ist eine operative Behandlung sinnvoll. Dasselbe gilt, wenn neben dem Kreuzband andere wichtige Strukturen des Knies mitverletzt sind. Ziel der Operation ist es, die Bandstabilität des Kniegelenks wiederherzustellen. Das soll die Grundlage für eine sichere Belastung in Alltag, Beruf und Sport schaffen.

  • Bei der Kreuzband-OP wird das verletzte Kreuzband rekonstruiert. Das bedeutet, es wird in seiner stabilisierenden Funktion wiederhergestellt oder ersetzt.
  • Häufig geschieht dies minimalinvasiv über eine Arthroskopie, also eine Gelenkspiegelung.
  • Dabei können je nach Befund auch Begleitverletzungen mitbehandelt werden, zum Beispiel Meniskusverletzungen, Kapsel-Band-Verletzungen oder zusätzliche Instabilitäten an der Innen- oder Außenseite des Knies.

Körperliche Voraussetzungen und das persönliche Aktivitäts- oder Sportprofil der operierten Person werden bei der OP-Planung berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem die Entscheidung für Reparatur oder Transplantat, die Wahl des geeigneten Operationsverfahrens, die Behandlung mitverletzter Strukturen und ein abgestimmter Rehabilitationsplan. Der geplante Return-to-Sport-Prozess, also die schrittweise und sichere Rückkehr zur gewünschten Sportart, wird von Anfang an mitgedacht.

Hier bieten wir Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten OP-Verfahren, die unsere Kniespezialisten im Bereich des vorderen Kreuzbands (VKB) und des hinteren Kreuzbands (HKB) anwenden. Dazu zählen auch Revisionseingriffe sowie begleitende stabilisierende Maßnahmen. Nach gründlicher Diagnostik erläutern sie Ihnen im persönlichen Gespräch selbstverständlich detailliert die Vorgehensweise, die in Ihrem Fall sinnvoll ist:

  • Personalisierte Ersatzplastik des vorderen oder hinteren Kreuzbands mit verschiedenen Optionen bei der Wahl des Transplantats als Sehnenersatz (Semitendinosus- und Gracilissehne vom Oberschenkel, Patellasehne, Quadrizepssehne, Allograft/Spendersehne)
  • ACL/PCL-preserving VKB-/HKB-Plastik (Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes mit Transplantat bei Erhaltung seiner verletzten Anteile)
  • VKB-/HKB Repair inklusive optionaler transartikulärer Augmentation/Bracing (Kreuzbandnaht und Befestigung des gerissenen Kreuzbands an der ursprünglichen Stelle ohne Transplantat, aber mit Option eines zusätzlich stabilisierenden Fadenbands)
  • Refixation knöcherner Eminentia-Avulsionsfrakturen des VKB/HKB (Wiederbefestigung eines zusammen mit einem Knochenstück abgerissenen Kreuzbands)
  • ACL-Doppelbündel-Ersatzplastik (Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes durch zwei getrennte Sehnenbündel zur Nachbildung seiner natürlichen Zweiteilung)
  • VKB-/HKB-unterstützende Slope-Korrektur-Operation (zusätzliche Korrektur der Neigung des Schienbeinknochens)
  • Einzeitige Ersatzplastiken für VKB und HKB (gleichzeitiger Ersatz beider Kreuzbänder in einer Operation, meist bei schweren kombinierten Knieinstabilitäten)
  • Bohrkanalauffüllungen (Auffüllen alter Bohrkanäle aus vorheriger Operation mit Knochenmaterial zur stabilen Verankerung eines neuen Transplantats als Sehnenersatz)
  • Anterolaterale Kapselplastik nach Lemaire (zusätzliche Stabilisierung der äußeren Kniegelenkseite)
  • Posteromediale Kapselplastik nach Hughston (zusätzliche Stabilisierung der hinteren inneren Kniegelenkseite)
  • Alle Kreuzband-Revisionsoperationen
  • Kreuzbandverletzungen bei Kindern

Wenn ein verletztes Kreuzband operativ ersetzt werden muss, benötigt man ein stabiles Transplantat. Dabei handelt es sich um Gewebe, das die Funktion des gerissenen Bandes übernehmen kann. In den meisten Fällen verwenden wir dafür körpereigene Sehnen (autologe Transplantate). Welche Sehne im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Umständen ab. Die Transplantatwahl ist ein wichtiger Bestandteil der personalisierten Kreuzbandchirurgie.

  • Hamstringsehnen von der Rückseite des Oberschenkels werden häufig genutzt. Dazu gehören die Semitendinosussehne und die Gracilissehne. Sie eignen sich gut, weil sie über einen kleinen Zugang entnommen und als belastbares Kreuzbandtransplantat gut vorbereitet werden können.
  • Die Quadrizepssehne ist eine weitere Möglichkeit. Sie setzt oberhalb der Kniescheibe an und verbindet diese mit der kräftigen Oberschenkelmuskulatur. Sie kann je nach Situation mit oder ohne einen kleinen Knochenblock entnommen werden.
  • Auch die Patellarsehne kann als Transplantat dienen. Sie liegt unterhalb der Kniescheibe und verbindet diese mit dem Schienbein. Häufig wird sie zusammen mit ein oder zwei Knochenblöcken entnommen. In letzterem Fall spricht man von einem „Bone-Tendon-Bone“-Transplantat („Knochen-Sehne-Knochen“).
  • Spendersehnen (Allografts) können in seltenen Ausnahmefällen Verwendung finden. Sie stammen nicht aus dem eigenen Körper, sondern von einer Gewebespende. Ob ein solches Transplantat infrage kommt, wird individuell mit der gebotenen Zurückhaltung entschieden, zum Beispiel bei besonderen Verletzungsarten oder nach Voroperationen.

Ein eingesetztes Sehnentransplantat oder ein genähtes Kreuzband soll stabil einheilen. Dazu muss es sicher am Knochen befestigt werden. Dafür stehen verschiedene Fixationstechniken zur Verfügung. Darüber mitentscheidende Faktoren sind unter anderem Verletzungsmuster, eventuell verwendetes Transplantat, Knochenqualität und OP-Verfahren. Nach Möglichkeit werden für die Fixation selbstauflösende Komponenten verwendet.

  • Bei der Buttonfixation wird das Transplantat mit einem kleinen Halteplättchen auf der Knochenoberfläche fixiert. Diese Technik wird auch kortikale Fixation genannt, weil die Befestigung an der festen äußeren Knochenschicht, der Kortikalis, erfolgt.
  • Bei der Schraubenfixation wird das Transplantat im Bohrkanal des Knochens verklemmt. Dafür kann eine bioresorbierbare Interferenzschraube verwendet werden. Bioresorbierbar bedeutet, dass sich das Material im Laufe der Zeit im Körper abbaut. Die Schraube hält das Transplantat während der Einheilphase stabil an Ort und Stelle.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die implantatfreie Fixation. Dabei wird das Transplantat ohne dauerhaftes Fremdmaterial im Knochen verankert, zum Beispiel durch eine spezielle Press-fit-Technik. Das Transplantat wird durch die passgenaue Verklemmung im Knochen stabil gehalten.
  • Auch bei einer Kreuzbandrefixation ist eine stabile Befestigung des gerissenen eigenen Kreuzbands an seiner ursprünglichen Ansatzstelle notwendig. Dafür können je nach Verfahren spezielle Fadenanker, kleine Halteplättchen auf der Knochenoberfläche (sogenannte Buttons) oder hochfeste Faden- beziehungsweise Tape-Systeme verwendet werden. Bei einer transartikulären Augmentation („Internal Bracing“) wird das heilende Kreuzband inmitten des Gelenks zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein („transartikulär“) zusätzlich durch ein belastbares Fadenband unterstützt.

Alle Verfahren verfolgen dasselbe Ziel: Das verletzte Kreuzband oder das Kreuzbandtransplantat soll so befestigt werden, dass es sicher einheilen kann und das Knie schrittweise wieder belastbar wird.

 

Eine Kreuzbandoperation ist zwar auch kurz nach der Verletzung technisch möglich. Für ein gutes funktionelles Ergebnis wird eine solche Vorgehensweise jedoch nach Möglichkeit vermieden. Nach dem Unfall ist das Knie häufig stark gereizt: Es kann geschwollen, überwärmt, schmerzhaft und in seiner Beweglichkeit eingeschränkt sein. Ursache dafür sind entzündliche Reaktionen im Gelenk. Wird in dieser Phase operiert, kann das Risiko für eine schmerzhafte Gelenksteife nach dem Eingriff (Arthrofibrose) steigen.

  • Eine OP am vorderen Kreuzband wird deshalb häufig erst ab der dritten Woche nach der Verletzung durchgeführt.
  • Idealerweise ist das Gelenk zum OP-Zeitpunkt reizarm, gut beweglich und frei von stärkerer Schwellung.
  • Beim hinteren Kreuzband hängt der OP-Zeitpunkt außerdem sehr von der Art der Verletzung ab.

Eine frühzeitige Operation eines gerissenen Kreuzbands ist nicht die Regel. In folgenden Situationen kann das aber durchaus ratsam sein:

  • Knöcherne Kreuzbandausrisse
  • Mehrbandverletzungen (Verletzungen von mindestens zwei stabilisierenden Bändern des Knies)
  • Eingeklemmte Meniskusverletzungen
  • Knorpel-Knochen-Fragmente, die das Gelenk blockieren

Entscheidend ist immer der individuelle Befund. Manchmal ist auch ein gestaffeltes Vorgehen sinnvoll. Dann werden zunächst blockierende oder akut gefährdete Strukturen wie ein eingeklemmter Meniskus oder ein Knorpel-Knochen-Fragment versorgt. Die eigentliche Kreuzbandoperation erfolgt in einem zweiten Schritt, wenn das Knie dafür bessere Voraussetzungen bietet.

Dieses abgestimmte Vorgehen bedeutet keinen unnötigen Zeitverlust. Im Gegenteil kann es das Einheilen der verletzten Strukturen verbessern und das Risiko einer Gelenksteife verringern. Auch der Zeitraum der (Physio-)Therapie nach dem Eingriff lässt sich dadurch oft verkürzen. Ziel ist ein möglichst gutes Ergebnis in Sachen Stabilität, Beweglichkeit und Funktion des Kniegelenks.

Die Nachbehandlung nach einer Kreuzbandoperation erfolgt in mehreren Schritten. Die Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt passen sie individuell an das Operationsverfahren und mögliche Begleitverletzungen an. Bereits vor dem Eingriff informieren wir den Patienten ausführlich über den Ablauf der Rehabilitation sowie über mögliche Risiken und Komplikationen.

Der stationäre Aufenthalt dauert nach einer Kreuzbandoperation meist ein bis zwei Tage. Kurz danach beginnt unter physiotherapeutischer Anleitung der vorsichtige Belastungsaufbau.

  • Direkt nach der Operation steht das Einheilen des Kreuzbandes im Vordergrund. Die operierten Strukturen sollen sich zunächst beruhigen.
  • Das Knie reagiert in dieser Phase mit normalen Heilungs- und Entzündungsprozessen. Hier geht es darum, Schmerzen, Schwellung, Gelenkerguss und Reizzustände möglichst gut zu kontrollieren.
  • Höchste Priorität haben der Schutz der erfolgten Kreuzband-OP und eine vorsichtige Verbesserung der Beweglichkeit. Muskelverkürzungen und ein gestörter Lymphabfluss werden gezielt behandelt.

Ein eingesetztes Transplantat befindet sich in den ersten Wochen in einem biologischen Umbauprozess. Aus der ehemaligen Sehne entwickelt sich nach und nach bandähnliches Gewebe. Dieser Prozess wird Ligamentisierung genannt. Während dieser Phase ist das neue Kreuzband zeitweise besonders empfindlich. Schon ein unglücklicher Sturz oder ein plötzliches Wegknicken kann das Operationsergebnis gefährden. Deshalb sind in den ersten Wochen Gehhilfen und eine angepasste Teilbelastung üblich. Häufig wird zusätzlich eine spezielle Kreuzband-Orthese getragen, also eine stabilisierende Knieschiene. Sie soll das operierte Knie in der frühen Heilungsphase schützen.

Parallel können bereits geeignete Übungen durchgeführt werden, zum Beispiel zur Rumpfstabilität. So wird der spätere funktionelle Aufbau vorbereitet, ohne das operierte Knie zu überlasten. Die Fäden werden in den meisten Fällen nach etwa zwei Wochen entfernt.

Der vollständige Heilungsprozess dauert typischerweise sechs bis zwölf Monate. Für eine gezielte Rehabilitation erhalten die Patienten von den Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt ein genaues Nachbehandlungsschema. Entscheidend für den Wiedereinstig in den Sport ist nicht allein die seit der Operation vergangene Zeit. Vielmehr kommt es darauf an, wie stabil, beweglich, kräftig und koordiniert das Knie tatsächlich ist. Funktionstests zeigen, ob das Knie die Anforderungen der jeweils ausgeübten Sportart bereits sicher bewältigen kann. Darauf beruhen auch Belastungssteigerung und Sportfreigabe. Ein detailliertes Testprotokoll hilft dabei, den Fortschritt objektiv zu beurteilen.

  • Sportarten mit geringerer Kniebelastung, zum Beispiel Radfahren oder Schwimmen, sind häufig nach etwa acht Wochen möglich.
  • Intensiver Sport sollte frühestens nach sechs Monaten wieder aufgenommen werden.
  • Mit Kontaktsportarten sollte man gewöhnlich nicht vor dem neunten Monat wieder beginnen.

Die Dauer der beruflichen Ausfallzeit hängt vor allem davon ab, welche Tätigkeit Sie ausüben und wie stark Ihr Knie im Arbeitsalltag belastet wird. Grundsätzlich empfehlen wir nach einer Kreuzbandoperation mindestens 14 Tage berufliche Pause. In dieser frühen Phase sollten Sie auch die allgemeine körperliche Aktivität reduzieren. So können Schwellungen, Gelenkerguss und entzündliche Reaktionen im Knie möglichst gut abklingen.

Bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten, zum Beispiel im Büro, ist eine Rückkehr häufig nach etwa zwei Wochen möglich. Bei körperlich belastender Arbeit, etwa mit längerem Stehen, Gehen, Heben, Tragen, Knien oder Arbeiten auf unebenem Untergrund, muss die Rückkehr individuell geplant werden.

Das Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr dürfen wir Ihnen aus ärztlicher Sicht weder pauschal erlauben noch verbieten. Entscheidend ist, dass Sie Ihr Fahrzeug jederzeit sicher beherrschen können. Das gilt auch für unerwartete Situationen, zum Beispiel bei plötzlichem Bremsen. In der Regel ist diese Fähigkeit in der frühen Phase nach einer Kreuzbandoperation eingeschränkt, insbesondere solange Sie eine Orthese tragen. In dieser Phase genießen Sie beim Autofahren keinen vollen Versicherungsschutz.

Welche Unterlagen sollte ich nach einem Kreuzbandriss oder dem Verdacht darauf zur Untersuchung mitbringen?

Für eine möglichst genaue Beurteilung Ihrer Knieverletzung sollten Sie aktuelle Bildgebung und Befunde anderer Ärzte, die eventuell bereits vorhanden sind, in die LILIUM Klinik Frankfurt mitbringen. Wichtig sind vor allem:

  • MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie): Diese hat idealerweise bereits stattgefunden. Die Untersuchung sollte möglichst nicht länger als drei Monate her sein.
  • Aktuelle Röntgenaufnahmen des Kniegelenks in zwei Ebenen: Sinnvoll sind eine Aufnahme von vorne, medizinisch Knie a. p. genannt, sowie eine seitliche Aufnahme mit etwa 30 Grad Beugung.

Bei besonderen Fragestellungen können weitere Untersuchungen erforderlich sein:

  • Eine Röntgen-Ganzbeinstandaufnahme ist zum Beispiel nützlich, wenn zusätzlich komplexe Meniskusverletzungen, Knorpelschäden, eine O- oder X-Bein-Achse oder bereits bekannte verschleißbedingte Veränderungen des Kniegelenks (Gonarthrose) vorliegen.
  • Ein CT (Computertomographie) kann dann wichtig sein, wenn am betroffenen Knie früher bereits eine Kreuzbandoperation durchgeführt wurde. Durch ein CT lassen sich vorhandene Bohrkanäle im Knochen genauer beurteilen. Auch bei bestimmten knöchernen Verletzungen, zum Beispiel einer Schienbeinkopffraktur, einer Eindrückungsfraktur oder einem knöchernen Bandausriss, kann ein CT zusätzliche Informationen liefern.

Bitte bringen Sie, sofern vorhanden, nicht nur die schriftlichen Befunde, sondern auch die Bilddaten selbst mit, zum Beispiel auf CD, USB-Stick oder über einen digitalen Bildzugang.

Zögern Sie bei Kreuzbandverletzungen nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.