In der LILIUM Klinik Frankfurt führen wir Kreuzband-Operationen bei Patienten durch, bei denen ein gerissenes Kreuzband die Stabilität, Funktion und Sicherheit des Kniegelenks erheblich beeinträchtigt. Unser Ziel ist es, mit modernen arthroskopischen Techniken die Stabilität zurückzugewinnen und Langzeitschäden zu vermeiden.
Diagnostik und Therapieentscheidungen bei Verletzungen der Kreuzbänder
Ein Kreuzbandriss entsteht oft durch Sportverletzungen mit Überdrehungen des Knies oder äußere Krafteinwirkung, unter Umständen begleitet von Meniskus- oder Knorpelschäden. Zur Planung verwenden wir eine umfassende Diagnostik mit körperlicher Untersuchung, Stabilitätstests, Röntgen und MRT, um Begleitverletzungen frühzeitig zu erkennen. In manchen Fällen ist eine konservative Therapie möglich, etwa bei hinterem Kreuzbandriss oder reduzierten Aktivitätsansprüchen. Dazu dienen unter anderem Orthesen, begleitet von gezieltem Muskelaufbau.
Operative Techniken und Ablauf bei der Kreuzband-OP
Wenn eine Operation erforderlich ist, erfolgt sie in der Regel arthroskopisch (Schlüssellochtechnik). Dabei können verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen:
Während der Operation werden Tunnel in Oberschenkel und Schienbein gebohrt und das Sehnentransplantat mithilfe von Schrauben, Plättchen oder Fäden verankert. Idealerweise finden dafür resorbierbare Materialien Verwendung.
Nachsorge und Rehabilitation nach der Kreuzband-OP
Nach der Kreuzband-OP geht es folgendermaßen weiter:
Der vollständige Heilungsprozess dauert typischerweise 6 bis 12 Monate. Sportarten wie Radfahren und Schwimmen sind oft schon nach ca. 8 Wochen möglich, intensiver Sport frühestens nach 6 Monaten, Kontaktsportarten gewöhnlich nicht vor dem 9. Monat.
Wir informieren unsere Patientinnen und Patienten zuvor ausführlich über mögliche Risiken und Komplikationen und begleiten Sie möglichst sicher auf dem Weg zur Wiederherstellung der Kniefunktion.
Die Schädigung eines Kreuzbandes stört den Roll-Gleit-Mechanismus des Knies. Leider werden Kreuzbandrisse allzu oft als harmlose Prellung oder Verstauchung missverstanden. Nicht selten werden sie erst längere Zeit nach dem Verletzungsereignis diagnostiziert. In der Zwischenzeit konnten sich oft schon Folgeschäden entwickeln.
Eine Kreuzband-OP kann die persönliche Bewegungsfähigkeit wesentlich verbessern. In manchen Fällen ist aber auch eine konservative Behandlung ohne operativen Eingriff möglich. Nach einem Kreuzbandriss sollten Patientinnen und Patienten zusammen mit einem erfahrenen Arzt entscheiden, was getan werden muss, um die Kniegesundheit langfristig zu erhalten.
Eine gründliche Diagnose ist die Voraussetzung dafür, eine gute Entscheidung über die Art der Behandlung zu treffen. Für die Untersuchung nutzt der Kniespezialist der LILIUM Klinik eine ganze Reihe von Methoden.
Nicht immer sind Kreuzbandrisse im bildgebenden Verfahren gut erkennbar. Die Bildgebung ist für die Befunderhebung aber unerlässlich. Abgesehen vom betroffenen Kreuzband gibt sie wertvollen Aufschluss über häufig mitverletzte Strukturen wie Knochen, Gelenkknorpel, Menisken und Muskeln.
Ein gerissenes Kreuzband wächst nicht von selbst wieder an. Ungefähr 80 % der Patientinnen und Patienten mit Kreuzbandrissen werden operativ versorgt. Je nach Verletzungssituation gibt es verschiedene OP-Methoden:
Nach gründlicher Untersuchung erläutert Ihnen der behandelnde Orthopäde der LILIUM Klinik, welche Variante der Versorgung bei Ihnen in Frage käme.
Bei manchen Patientinnen und Patienten ist das Kreuzband glatt abgerissen. Weitere Bestandteile des Knies sind nicht geschädigt worden. Dann besteht grundsätzlich auch die Option einer konservativen Behandlung ohne operativen Eingriff. In dem Fall beginnt man so früh wie möglich nach dem Kreuzbandriss mit der Rehabilitation. Diese findet unter physiotherapeutischer Anleitung statt.
Die konservative Therapie erfolgt häufiger bei dem selteneren Riss des hinteren Kreuzbandes. Der Arzt der LILIUM Klinik erläutert Ihnen ausführlich, ob bei Ihrem Kreuzbandriss die Möglichkeit einer konservativen Behandlung besteht.
Bei der Entscheidung über die Therapie müssen Arzt und behandelte Person eine Reihe von Faktoren berücksichtigen:
Ein operativer Eingriff bringt immer gewisse Belastungen und Risiken mit sich. Die Genesung dauert insgesamt länger als bei konservativer Behandlung. Sehr oft ist die Operation aber unbedingt notwendig, insbesondere bei knöchernen Ausrissen und Meniskusverletzungen. Manchmal ist abzuwägen, ob der Nutzen die möglichen Risiken aufwiegt. Das gilt insbesondere für ältere Menschen.
Ausgeprägte Begleitschäden können aber auch bei Älteren die Operation unverzichtbar machen. Das gilt etwa, wenn andernfalls das Risiko einer fortschreitenden Schädigung des Bewegungsapparates bestünde. Nicht wenige Patientinnen und Patienten entscheiden sich nach zunächst konservativer Behandlung später doch noch für die operative Therapie.
Beim Kreuzbandriss hinten kommt eine nichtoperative Therapie häufiger zum Tragen. Nach Riss des vorderen Kreuzbands ist eine ausreichende Stabilität des Kniegelenks ohne Operation meist nur mit Einschränkungen erreichbar. Aktive Menschen, die noch viele Jahrzehnte vor sich haben, wählen sehr häufig die OP. Die höhere Kniestabilität, die dadurch zu erwarten ist, ist für sie der ausschlaggebende Faktor.
Der Zeitpunkt der Operation richtet sich nach den individuellen Umständen:
Bis zum Eingriff erhält die Patientin oder der Patient für das verletzte Bein eine Orthese und Gehhilfen. Das schont das Knie und beugt zu starker Belastung vor.
Die Kreuzbandoperation erfolgt in der LILIUM Klinik gewöhnlich minimalinvasiv mit Hilfe eines Arthroskops (Schlüssellochchirurgie). Es sind nur kleine Zugänge für die Instrumente erforderlich, eine Miniaturkamera erlaubt den Einblick in das Innere des Kniegelenks. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden ist die Heilung bei arthroskopischer Vorgehensweise beschleunigt, die Narbenbildung ist geringer. Während der Operation erhalten Sie eine Vollnarkose oder Spinalanästhesie.
Die Kreuzbandplastik ist das am häufigsten durchgeführte OP-Verfahren. Hier entnimmt der Arzt als Ersatz für das geschädigte Band ein Transplantat aus dem näheren Umfeld des Knies. Das können zum Beispiel folgende sein:
Das entnommene Sehnenstück fixiert der Operateur an Oberschenkelknochen und Schienbein. Dazu versieht er den Knochen mit kleinen Bohrtunneln. Darin befestigt er das Transplantat mit Hilfe von Schrauben, Plättchen oder Fäden. Für die Schrauben verwenden wir nach Möglichkeit resorbierbare Materialien. Diese löst der Körper nach einiger Zeit von selbst auf. Metallschrauben können einige Zeit später wieder entfernt werden.
Im Zuge des natürlichen Heilprozesses baut der Organismus das Sehnentransplantat als Ersatz-Kreuzband ein. Es wird mit Blutgefäßen versorgt, durch Physiotherapie und Training stärkt die Patientin oder der Patient es kontinuierlich. Nach erfolgreicher Heilung kann das Transplantat prinzipiell dieselbe Funktion erfüllen wie das eigene Kreuzband vor dem Abriss.
Sie bleiben meist 1 bis 2 Tage in der Klinik. Zunächst kommt es darauf an, dass die Schwellung zurückgeht, die durch die OP hervorgerufen wurde. Je nach Variante des Eingriffs ist das Kniegelenk in den ersten Tagen danach oder etwas später wieder teilbelastbar. In der ersten Zeit bewegen Sie sich noch mit Gehhilfen und einer individuell an Ihr Kniegelenk angepassten Orthese fort. Nach 2 Wochen werden am Knie die Fäden gezogen.
In der LILIUM Klinik beginnen Sie unter der Anleitung von erfahrenen Physiotherapeuten direkt mit der Rehabilitation. Das ist die Grundlage für die optimale Fitness Ihres Knies, die durch den Eingriff angestrebt wird.
Im Falle einer isolierten Kreuzbandplastik kann nach 2 Wochen mit dem Belastungsaufbau begonnen werden. Leichtere Bürotätigkeiten können Sie ab 10 Tage nach dem Eingriff wieder aufnehmen. Bei körperlicher Arbeit erfolgt die Wiedereingliederung in den Beruf nach individueller Absprache mit Ihrem Operateur (in der Regel 10 bis 12 Wochen nach der Operation).
Knieschädigungen unter Kreuzbandbeteiligung sind sehr individuell. Nach einer Kreuzband-OP ist in einigen Fällen eine Revision erforderlich, also ein nachträglicher Eingriff zur Behebung von Folgeschäden. Zu den besonderen Risiken des Eingriffs zählen:
Bei erfahrenen orthopädischen Chirurgen sind solche Risiken minimiert. Selbstverständlich klärt der behandelnde Arzt der LILIUM Klinik Sie vorab ausführlich über mögliche unerwünschte Wirkungen auf.
Ziel der Rehabilitation ist es, die reibungslose Funktion Ihres Knies so weit wie möglich wiederherzustellen. Für das operierte Kniegelenk zeigen Ihnen die Physiotherapeuten Übungen zur Koordination und zum Muskelaufbau. Diese sollten Sie im Interesse einer fortschreitenden Genesung regelmäßig zu Hause durchführen. Das Ziel besteht darin, das Kniegelenk stabil und wieder sporttauglich zu machen. Nach 3 bis 6 Wochen ist im Durchschnitt eine volle Belastbarkeit des Knies gegeben. Nach 6 bis 8 Wochen können Sie auf die Orthese meist verzichten und wieder normal gehen. Der gesamte Heilprozess dauert normalerweise zwischen 6 und 12 Monaten.
Gerne können Sie die erfahrenen Physiotherapeuten von Vitova Medifit in Anspruch nehmen. Deren Praxis und medizinisches Fitnessstudio befindet sich im selben Gebäude wie die LILIUM Klinik, dem Medical Center Wiesbaden.
Leichtere sportliche Betätigung wie Schwimmen und Radfahren sind häufig 8 Wochen nach der Kreuzbandriss-OP wieder möglich. Intensiv Sport machen können Sie frühestens nach 6 Monaten wieder. Kontaktsportarten sollten gewöhnlich nicht vor dem 9. Monat ausgeübt werden.
Zögern Sie bei Kreuzbandverletzungen nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.