Lilium Klinik

Kurzschaftprothese für die Hüfte

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Kurzschaftprothese
Anästhesie
Vollnarkose oder
Spinalanästhesie
OP-Dauer
1 Stunde
Klinikaufenthalt
4 bis 5 Tage
Sport wieder möglich
Nach 6 bis 12
Wochen

Kurzschaftprothese für die Hüfte

In der LILIUM Klinik Frankfurt bieten wir die Kurzschaftprothese als moderne und schonende Alternative zur herkömmlichen Totalendoprothese (TEP) für die Hüfte an. Sie zielt darauf ab, die Mobilität und Lebensqualität bei Hüftgelenksverschleiß zu verbessern und knöcherne Strukturen zu erhalten. Außerdem bietet sie gute Voraussetzungen für mögliche spätere Revisionseingriffe.

Vorteile und Einsatzbereiche einer Kurzschaftprothese für die Hüfte 

Die Kurzschaftprothese zeichnet sich durch bestimmte Vorteile aus:

  • Sie wird mit einem deutlich kürzeren Schaft direkt in den gelenknahen Knochenbereich (Metaphyse) eingebracht.
  • Dadurch geht beim Eingriff weniger Knochensubstanz verloren.
  • Der Oberschenkelhals bleibt weitgehend erhalten und die Implantation erfolgt meist minimalinvasiv und zementfrei mit einem muskel- und gewebeschonenden Zugang.
  • Damit verbunden sind geringere Weichteilverletzungen, weniger Narbenbildung und die Möglichkeit der früheren Mobilisierung.
 

Diese Implantatform eignet sich besonders für aktive Patientinnen und Patienten mit guter Knochenqualität, die eine langlebige und möglichst knochenschonende Lösung suchen. Auch für den Fall eines späteren Prothesenwechsels ist der Kurzschaft häufig vorteilhaft: Es bleibt mehr gesunder Knochen erhalten, wodurch mehr Reserven geschaffen werden.

Implantation der Kurzschaftprothese, Nachsorge und Ausblick 

Der Eingriff wird in der LILIUM Klinik Frankfurt sorgfältig geplant, oft mit computergestützter Modellierung.

  • Die Operation erfolgt mit minimalinvasiver Technik unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie.
  • Üblich ist ein stationärer Aufenthalt von vier bis fünf Tagen. Gegenüber einer TEP ist das deutlich verkürzt.
  • In vielen Fällen kann die neue Hüfte bereits am Operationstag teilweise belastet werden.
 

Die Nachsorge umfasst modernste Rehabilitationsmaßnahmen, frühzeitige Mobilisation, Physiotherapie sowie gezielte Kräftigungsprogramme.

Langzeiterfahrungen zeigen, dass Kurzschaftprothesen vergleichbare Haltbarkeiten wie Standardimplantate haben. Die Lebensdauer liegt bei 15–20 Jahren oder mehr. Mit dieser Hüftprothesen-Variante setzen wir in der LILIUM Klinik Frankfurt auf eine moderne, zukunftsorientierte Hüftversorgung, die maximalen Nutzen bei minimalen Gewebeverletzungen anstrebt.

So ist diese besondere Hüftprothese beschaffen

Eine Kurzschaftprothese kommt der Anforderung sehr gut nach, sparsam mit gesunder Knochensubstanz umzugehen:

  • Bei dieser Art Prothese ist die Komponente am Oberschenkelknochen wesentlich kleiner als bei der Standard-TEP. Die Verankerung erfolgt zumeist nicht im Röhrenknochen des Oberschenkels, sondern im gelenknahen Anteil des Knochens, der sogenannten Metaphyse.
  • Der Oberschenkelhals bleibt bei der Implantation weitgehend erhalten.
  • Der Oberschenkelkopf wird durch einen künstlichen Gelenkkopf ersetzt.
  • Wie bei der standardmäßigen Hüft-TEP wird in den Beckenknochen eine neue Hüftkappe implantiert. Sie bildet eine künstliche Hüftpfanne.
  • Für eine gute Gleitpaarung zwischen Oberschenkel und Becken kommt ein hochvernetzter Kunststoff zum Einsatz, eine Art künstlicher Gelenkknorpel.

Ihr Orthopäde wird zunächst versuchen, die Beschwerden, welche die Arthrose im Gelenk verursacht, mit nichtoperativen Maßnahmen einzudämmen. Wenn das nicht gelingt, muss an eine Hüftprothese gedacht werden.

  • Eine Kurzschaftprothese ist eine mögliche Option für alle Patienten mit ausreichend guter Knochensubstanz.
  • Insbesondere eignet sie sich für aktive Patienten und Patientinnen.
  • Voraussetzung für die Nutzung einer Kurzschaftprothese ist eine gute Knochenqualität.
  • Bei Patientinnen und Patienten mit Osteoporose sollte eine zementierte Verankerung gewählt werden.
  • Wenn die Knochen im Bereich des Hüftgelenks starke Verformungen aufweisen, ist in vielen Fällen ein Kurzschaft das einzig passende Implantat.

Patientinnen und Patienten, für die sich die Kurzschaft-Variante eignet, haben sehr gute Aussichten, sich in späteren Lebensjahrzehnten mit ihrer Hüftprothese eine sichere Mobilität zu bewahren.

Hüftprothesen mit kurzem Schaft gibt es in recht verschiedenen Formen mit unterschiedlicher Beschaffenheit. Für moderne Ausführungen werden ausgesprochen hochwertige Materialien eingesetzt. Sie kombinieren eine hohe Stabilität, eine ausreichende Elastizität und eine möglichst hohe Abriebfestigkeit miteinander. Für die Komponenten, die in den Knochen implantiert werden, wird das biokompatible Metall Titan genutzt. Der künstliche Oberschenkelkopf ist in der modernen Hüftendoprothetik stets aus Keramik. Das Inlay besteht in der Regel aus dem hochvernetzten Kunststoff Polyethylen.
Die Implantation einer Hüftprothese bringt Ihnen in der Regel Schmerzfreiheit und eine ganz neue Lebensqualität. Insbesondere mit einer Kurzschaftprothese kann auch wieder Sport ausgeübt werden. Davon profitiert die jüngere Patientengruppe ganz besonders. Zu bevorzugen sind hüftschonende Sportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Den wohltuenden Effekt regelmäßiger Bewegung können Sie Ihrem Organismus dank dem neuen Hüftgelenk wieder regelmäßig bescheren. Je nach Bedarf erfolgt der Gelenkersatz an einer oder beiden Hüften. Benötigen Sie auf beiden Seiten Gelenkersatz, gehen wir gewöhnlich schrittweise vor. Die zweite Operation erfolgt in einigem zeitlichen Abstand, nachdem Heilung, Reha und Gewöhnung an das erste künstliche Gelenk abgeschlossen sind. Seltener können auch beide Hüftgelenke in einer Operation ersetzt werden. Auch hierbei besteht bei uns große Erfahrung. Die Hüft-Spezialisten der LILIUM Klinik beraten Sie gerne dazu.
Nach bisherigen Erfahrungen sind Kurzschaftprothesen genauso lang haltbar wie konventionelle TEPs. Deren Lebensdauer liegt bei durchschnittlich 15 bis 20 Jahren. Da der Kurzschaft noch nicht so lange etabliert ist wie standardmäßige Hüftprothesen, liegen aktuell weniger Langzeitdaten dafür vor. Soweit bekannt, sind jedoch keine Einschränkungen bei der Haltbarkeit zu erwarten.

In der LILIUM Klinik bereiten wir den Eingriff durch eine hochmoderne computergestützte Planung vor. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie mit Dämmerschlaf. Die Implantation der Kurzschaftprothese nehmen wir minimalinvasiv vor, also ohne größere Schnitte und ohne Verletzung der Muskulatur. Gewöhnlich findet der ALMIS-Zugang Verwendung (Antero Lateral Minimally Invasive Surgery). Bei diesem sogenannten anterolateralen Zugang gelangen wir zum Hüftgelenk von vorne her, leicht seitlich versetzt. Muskelstränge bleiben dabei unverletzt. Auch der AMIS-Zugang findet Anwendung.

  • Die geschädigten Anteile des Oberschenkelkopfes werden abgetragen.
  • Die Oberschenkelprothese wird mit ihrem Schaft zementfrei in den leicht ausgehöhlten Oberschenkelhals eingepresst.
  • Ebenfalls zementfrei wird die künstliche Hüftpfanne in den Beckenknochen eingepresst.
  • Die Metallkomponenten der Prothese besitzen eine aufgeraute Oberfläche. Das erleichtert in den kommenden Wochen das feste Verwachsen mit dem Knochen. So ergibt sich auch bei zementfreien Implantaten gewöhnlich ein hochstabiler Verbund.

Die neue Hüfte mit der Prothese kann in der Regel am Tag der Operation bereits voll belastet werden. Aufstehen ist dann ebenfalls schon möglich. Der Aufenthalt bei uns in der LILIUM Klinik dauert gewöhnlich um die 3 bis 4 Nächte. Mit Hilfe erfahrener Physiotherapeuten beginnen wir hier bereits intensiv mit der Mobilisierung und Übungen zur Schulung der Beweglichkeit sowie zum Muskelaufbau.

In der LILIUM Klinik kommt die neueste Generation von sogenannten kalkargeführten Kurzschäften zum Einsatz. Diese Variante ist nach dem Calcar femoris benannt, einer Region im Inneren des Oberschenkelknochens. Bei bestimmten Fehlstellungen der Hüfte bietet das Verfahren erhebliche Vorteile im Vergleich zu Geradschaftprothesen. Die individuelle Hüftanatomie lässt sich mit der etwas unterschiedlichen Implantationstechnik sehr gut rekonstruieren. Dank besonderer Schonung von Muskel- und Weichteilgewebe kommt es zu einem geringeren Blutungsrisiko, einer zumeist beschleunigten OP-Zeit und hervorragender früher Mobilität.
Diese Operationen gehören zu den Standardeingriffen für unsere erfahrenen Spezialisten. Sie bewegen sich in den ersten Wochen nach der OP zumeist mit Unterarmgehstützen fort. Nach einigen Tagen können Sie in der Regel wieder Treppen steigen. Nach Entlassung aus der Klinik beginnen Sie mit der Rehabilitation. Da bei der minimalinvasiv erfolgenden Operation keine Muskeln verletzt werden, ist die Teilnahme am Reha-Programm vereinfacht. Eine Reha kann ambulant oder stationär stattfinden und dauert in der Regel mehrere Wochen. Der Zeitpunkt des Wiedereinstiegs in Ihren Beruf hängt von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab.
Die minimalinvasive Operation verletzt weniger Gewebe, erlaubt eine schnellere Heilung und bringt im Durchschnitt weniger Schmerzen mit sich. Insgesamt ist die Implantation einer Kurzschaftprothese in erfahrenen Händen sehr komplikationsarm. Es bestehen jedoch die üblichen Operationsrisiken wie Infektionen oder Thrombosen. Bei allen Hüftprothesen besteht das Risiko der Prothesenlockerung, die mit stärkerer Belastung steigt. Auch sogenannte septische Lockerungen können vorkommen, eine bakterielle Besiedlung des künstlichen Gelenks. Ebenso ist ein Abbau des Knochens infolge von Kunststoffabrieb prinzipiell möglich. Im Vorfeld klärt unser Spezialist Sie im Detail über mögliche unerwünschte Wirkungen auf.

Wir untersuchen und beraten Sie gern in unserer Privatklinik am Flughafen Frankfurt

Zögern Sie bei Hüftproblemen nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.