In der LILIUM Klinik Frankfurt behandeln wir den Hohlfuß mit modernsten Methoden auf konservative Weise oder per Operation. Die Fußfehlstellung (medizinisch: Pes excavatus) mit stark erhöhtem Fußgewölbe kann je nach Ausprägung zu Schmerzen, Instabilität und Druckstellen führen. Unser Behandlungsansatz ist stets individuell. Er folgt auf eine differenzierte Diagnostik, durch die wir zunächst das Ausmaß der Fehlstellung und mögliche Begleitveränderungen wie Gelenk- oder Sehnenschäden feststellen.
Bei weniger ausgeprägten Hohlfußformen setzen wir in der Regel auf nichtoperative Maßnahmen.
Die konservative Therapie zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern und eine Verschlechterung der Fehlstellung langfristig zu verlangsamen.
Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr genügen, haben Schmerzen, Deformierungen oder Begleitschäden oft überhandgenommen. Dann ist ein operativer Eingriff notwendig. In der LILIUM Klinik Frankfurt passen unsere Fußchirurgen das Operationsverfahren individuell an. Möglichkeiten sind:
Auf den Eingriff folgt eine Nachbehandlung, die meist 2 bis 5 Tage stationären Aufenthalt vorsieht. Mobilisation erfolgt mit Gehhilfen, die Rehabilitationsphase erstreckt sich über 12 Wochen. Ab der 7. Woche ist häufig Vollbelastung mit Orthese („Walker“) möglich. Im Anschluss können viele Patientinnen und Patienten wieder normale Schuhe tragen und erfahren eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden.
Die Fachärzte der LILIUM Klinik Frankfurt erläutern Ihnen alle Möglichkeiten, Chancen und Risiken einer möglichen Hohlfuß-OP ausführlich und begleiten Sie sicher durch Diagnose, Behandlung und Rehabilitation.
Bei einem Hohlfuß wird die Last beim Gehen nur von einem kleinen Teil der Fußsohle absorbiert. Der Fußballen wird viel stärker belastet als üblich. Besonders ausgeprägt ist diese Belastung beim Ballenhohlfuß, bei dem der Vorderfuß tiefer liegt. In selteneren Fällen, beim sogenannten Hacken-Hohlfuß, wird das Gewicht auch auf die Ferse umgeleitet. Durch die Fehlbelastung können sich Sehnen und Bänder bestimmter Fußmuskeln mit der Zeit immer mehr verkürzen, die Deformation des Fußes nimmt ihren Lauf.
Die Fehlstellung kann vielfältige Beschwerden mit sich bringen, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken können.
Zu den charakteristischen Beschwerden bei Hohlfuß zählen:
Die Peronealsehne, die bei einem Hohlfuß praktisch immer Beeinträchtigungen aufweist, ist eine unterhalb des Außenknöchels ansetzende Sehne. Sie trägt erheblich zur Stabilisierung des Fußes bei. Wegen des zunehmend unsicheren Gangs ist bei den Patientinnen und Patienten die Gefahr von Verletzungen des Sprunggelenks deutlich erhöht. Verstauchungen und Knochenbrüche können das Resultat sein. Auch dauerhafte Schädigungen wie eine Arthrose des Sprunggelenks sind bei einem ausgeprägten Hohlfuß häufig.
Bei der Ausbildung eines Hohlfußes können verschiedene Ursachen eine Rolle spielen. Häufiger kommen mehrere Faktoren zusammen:
Ausgesprochen häufig ist ein Hohlfuß die Folge von Erkrankungen des Nervensystems oder spezieller Muskelleiden. Die erfahrenen Fußspezialisten der LILIUM Klinik klären die Ursachen bei der Untersuchung der Patientin oder des Patienten selbstverständlich genau ab. Gegebenenfalls muss die Behandlung über den betroffenen Fuß hinaus auf zugrundeliegende Erkrankungen ausgeweitet werden. Wir veranlassen dann die Einbeziehung kundiger Fachärzte.
Zur Diagnose eines Hohlfußes beobachten die Fußspezialisten der LILIUM Klinik Ihr Gangbild und tasten die Strukturen Ihres Fußes ab. Schädigungen an Gelenken, Muskeln und Sehnen lassen sich so bereits oft feststellen. Aus Ihrer Schilderung schließen wir, wie lange Ihre Fußprobleme bereits anhalten. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Magnetresonanztomographie (MRT) liefern aussagekräftige Aufnahmen von Knochen und Weichteilstrukturen, die entscheidend zur Diagnose beitragen. Daraus leitet Ihr behandelnder Arzt seine Vorschläge für die Hohlfuß-Therapie ab.
Ein nicht allzu sehr fortgeschrittener Hohlfuß lässt sich auch ohne OP oft gut behandeln. Die Fußspezialisten der LILIUM Klinik erwägen in jedem Fall eine solche konservative Behandlung, um Sie als Patientin oder Patient so wenig wie möglich zu belasten.
Nichtinvasive Möglichkeiten zur Therapie eines Hohlfußes sind:
Orthopädische Einlagen zur Hohlfuß-Behandlung werden speziell für Sie angefertigt. Sie bewirken eine Streckung des Fußes im Schuh und mildern so die Fehlstellung ab. Denselben Zweck verfolgt eine nächtlich zu tragende Orthese. Die spezielle Schiene wirkt den deformierten Fußstrukturen entgegen, welche die unnatürliche Krümmung verursachen. Orthopädische Schuhe bieten Ihren Füßen mehr Platz als Konfektionsware und reduzieren Schmerzen beim Gehen. Auch häufiges Barfußgehen hilft bei Hohlfuß, da es auf Dauer eine gesündere Fußstellung fördert. Spezielle Übungen für zu Hause, die Physiotherapeuten mit Ihnen trainieren, stärken unterentwickelte Muskeln und Sehnen. Das kann die Ausprägung des Hohlfußes reduzieren und Schmerzen und anderen Beschwerden sehr wirkungsvoll entgegenarbeiten.
Wenn immer möglich, schlagen die Fußspezialisten der LILIUM Klinik Ihnen eine konservative Behandlung vor. Bestimmte Umstände können eine Hohlfuß-OP jedoch unausweichlich machen:
Ihr behandelnder Arzt erörtert die Optionen zur Hohlfuß-Behandlung im Detail mit Ihnen und geht ausführlich auf alle Ihre Fragen und Sorgen ein.
Der Fußspezialist stimmt seine Vorgehensweise bei der Hohlfuß-Operation auf Ihre spezielle Situation ab. Ziel ist es, Beschwerden abzustellen und die Beweglichkeit des Fußes zu erhalten oder zu verbessern. Gelenkstrukturen sollen durch die operative Therapie so wenig wie möglich angetastet werden.
Für die Hohlfuß-OP gibt verschiedene Möglichkeiten:
Zur Fixierung bei Knochenumstellungen dienen Schrauben und Platten. Sie können einige Zeit nach Abschluss der operativen Behandlung wieder entfernt werden.
Prinzipiell auftreten können auch bei der Hohlfuß-Operation die seltenen Nebenwirkungen, die jeder chirurgische Eingriff birgt, auftreten. Zu diesen Risiken zählen Infektionen, Störungen der Wundheilung oder Narbenwucherungen. Schwellungen am operierten Fuß gehen gewöhnlich bald wieder zurück. In wenigen Fällen können Eingriffe an Knochenstrukturen unvollkommen abheilen, ebenso sind Nervenschädigungen oder ein Wiederauftreten der Beschwerden möglich. Die hohe Expertise der Fußspezialisten in der LILIUM Klinik macht solche Komplikationen insgesamt deutlich unwahrscheinlicher.
Sie bleiben nach der Hohlfuß-OP 2 bis 5 Tage in der LILIUM Klinik und werden von unserem zuvorkommenden Klinik-Team exzellent umsorgt. Mit Unterarmgehhilfen können Sie sich fortbewegen. Die Nachbehandlung dauert insgesamt 12 Wochen. Mit physiotherapeutischer Unterstützung erweitern Sie nach und nach Ihre Mobilität. Ab der 7. Woche ist eine Vollbelastung in Gips oder Stiefelorthese (sogenannter Walker) möglich. Nach Abschluss der Nachbehandlung können die meisten Patientinnen und Patienten wieder normale stabile Schuhe tragen und benötigen kein orthopädisches Schuhwerk.