Die Behandlung muss alle Kniestrukturen einbeziehen
Die Kniescheibe, fachsprachlich Patella, spielt eine wichtige Rolle für die Kraftübertragung und die stabile Bewegung des Kniegelenks. Gerät sie aus ihrer normalen Führung, kann dies zu Schmerzen, Instabilität, wiederholtem Herausspringen und langfristig auch zu Knorpelschäden führen.
Die erfahrenen Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt behandeln das gesamte Spektrum der Patella-Probleme: von der akuten Kniescheiben-Verrenkung und dem Patellaspitzensyndrom über wiederkehrende oder chronische Instabilitäten bis hin zu komplexen Situationen nach bereits erfolgten Operationen.
Gerade bei wiederholten Patella-Beschwerden liegt häufig nicht nur eine einzelne Ursache vor. Oft wirken mehrere Faktoren zusammen, zum Beispiel ein verletztes Halteband, eine ungünstige knöcherne Form des Kniegelenks, eine Fehlstellung der Beinachse oder muskuläre und funktionelle Defizite. Auch beginnende Knorpelschäden können vorhanden sein und ihren Anteil an den Kniescheiben-Problemen haben.
Deshalb ist bei Patella-Beschwerden eine genaue Analyse wichtig. Im Zuge einer ausführlichen Untersuchung ermitteln die Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt Ihre Beschwerden, einen eventuellen Unfall- oder Verletzungsvorgang und mögliche Vorbehandlungen. Stabilität und Funktion des Kniegelenks werden eingehend geprüft. Ergänzend wird moderne bildgebende Diagnostik genutzt, um die individuelle Ursache der Kniescheiben-Beschwerden möglichst genau zu erfassen.
Bei einer akuten Patella-Luxation ist die Kniescheibe aus ihrer normalen Führung herausgesprungen. Meist erfolgt das nach außen. Häufig ereignet sich die Verletzung beim Sport durch eine Drehbewegung, einen Sturz oder eine ungünstige Landung. Bänder, Knorpel und Knochen können mit geschädigt werden.
Zunächst steht die Akutbehandlung im Vordergrund. Das Knie wird entlastet, Schwellung und Schmerzen werden reduziert und die Kniescheibe stabilisiert, zum Beispiel mit einer Orthese. Anschließend wird mit gezielter Physiotherapie begonnen. Sie soll Beweglichkeit, Muskelkraft, Koordination und die stabile Führung der Kniescheibe Schritt für Schritt wieder aufbauen.
Sorgfältige Diagnostik hilft den Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt bei der Entscheidung, ob die konservative Behandlung ausreicht oder eine Operation notwendig ist. Ein Eingriff kann bei bestimmten Verletzungen oder einem erhöhten Risiko für ein erneutes Herausspringen der Kniescheibe erforderlich sein. Die häufigste operative Methode zielt auf das MPFL (mediales Patello-femorales Ligament), ein wichtiges Halteband an der Innenseite der Kniescheibe.
Ziel jeder Behandlung nach akuter Kniescheiben-Verrenkung ist es, die Kniescheibe dauerhaft zu stabilisieren, Schmerzen zu reduzieren und eine sichere Rückkehr in Alltag, Training und Wettkampf zu ermöglichen.
Von einer chronischen Kniescheiben-Instabilität spricht man, wenn die Kniescheibe wiederholt aus ihrer normalen Führung springt oder sich dauerhaft „wackelig“ anfühlt. Häufig hat der Patient Beschwerden bei sportlicher Betätigung, beim Treppensteigen, bei Drehbewegungen oder beim Beugen des Knies. Meist gibt es nicht eine einzelne Ursache, sondern eine Kombination aus mehreren Defiziten. Das können verletzte Haltestrukturen sein, eine ungünstige Beinachse, eine Fehlform des Kniescheibengleitlagers, muskuläre Einschränkungen oder eine zu weit hochstehende Kniescheibe.
Am Anfang steht deshalb eine genaue Untersuchung. Dabei wird geprüft, warum die Kniescheibe instabil ist und ob bereits Begleitfolgen wie Knorpelschäden entstanden sind. Je nach Befund kann zunächst eine konservative Behandlung mit Physiotherapie, Muskelaufbau, Koordinationsschulung und gezielter Stabilisierung sinnvoll sein. Ziel ist es, die Führung der Kniescheibe zu verbessern und erneuten Verrenkungen vorzubeugen.
Wenn die Instabilität wiederholt auftritt oder anatomische Risikofaktoren bestehen, kann eine Operation notwendig werden. Behandlungsziele sind auch hier die Rückgewinnung der Stabilität, Schmerzreduktion und eine problemlose Performance im Sport und Alltag. Je nach Indikation können sich folgende Verfahren anbieten:
Das Patellaspitzensyndrom wird auch „Jumper’s Knee“ genannt. Der Name kommt daher, dass es häufig bei Patienten vorkommt, die Sportarten mit vielen explosiven Sprung- und Landebewegungen betreiben, zum Beispiel Volleyball, Basketball, Handball oder Leichtathletik. Beim Patellaspitzensyndrom handelt es sich um eine schmerzhafte Überlastung der Patellasehne am unteren Pol der Kniescheibe. Typisch sind Beschwerden an der Vorderseite des Knies. Sie treten zunächst nur bei Belastung auf, können später aber auch den Alltag einschränken. Die Behandlung erfordert meist Geduld und ein gut abgestimmtes Therapiekonzept:
Eine Operation ist beim Patellaspitzensyndrom nur selten erforderlich. Sie kommt infrage, wenn trotz konsequenter konservativer Therapie keine ausreichende Besserung eintritt oder strukturelle Veränderungen wie Verkalkungen oder ein knöcherner Sporn vorliegen. Wir bevorzugen ein arthroskopisches, also minimalinvasives Vorgehen. Ziel jeder Behandlung ist eine sichere, nachhaltige Rückkehr zu Alltag, Training und Sport.
Zögern Sie bei Verletzungen der Patella nicht, die erfahrenen Kniespezialisten der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Thomas Stein