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Lilium Klinik

Meniskus

ALLE INFOS:
Meniskus-OP
Anästhesie
Vollnarkose oder Spinalanästhesie
OP-Dauer
0,5 bis 1,5 Stunden
Klinikaufenthalt
Ambulant oder 1 Tag
Sport wieder möglich
Je nach Eingriff nach 2 Wochen bis 7 Monaten

Meniskusschäden sind vielfältig

Die Meniskuserhaltung steht im Vordergrund

Der Meniskus wirkt am Knie als Dämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel und stabilisiert das Gelenk. Wenn es sich bei Belastung verdreht, kann der Meniskus reißen, eine Verletzung, die oft beim Sport vorkommt. Auch dauerhafte Überlastung oder Verschleiß können einen Meniskusriss begünstigen oder andere Beschwerden verursachen. Oft sind bei Meniskusverletzungen weitere Kniestrukturen beteiligt. Welche Behandlung die richtige ist, hängt von der Art des Risses, vom Alter der Betroffenen und den Beschwerden ab.
Die Knieexperten der LILIUM Klinik Frankfurt behandeln das gesamte Spektrum der Meniskusschäden: von der akuten Verletzung bis zur chronischen Meniskusschädigung einschließlich Bandinstabilität, Achsabweichung oder Problemen nach Voroperationen. Soweit möglich, ist die Erhaltung des Meniskus unser oberstes Ziel. Eine optimale Rehabilitation und ein möglichst sicherer Return to Sport werden immer mitgedacht. Erfahren Sie hier alles über die Meniskus-Behandlung in der LILIUM Klinik Frankfurt.

Akuter und chronischer Meniskusriss
  • Erhaltung des Meniskus und der Sportfähigkeit als höchste Priorität
  • Konservative und operative Maßnahmen werden abgewogen
  • Minimalinvasive Operation mit modernsten arthroskopischen Verfahren
  • Biologische Unterstützungsbehandlung (Augmentation) mit körpereigenen Knochenmarksstammzellen als Option
Chronische Meniskusdegeneration
  • Konservative Behandlung mit Orthesen (medizinischen Hilfsmitteln zur Stützung, Entlastung, Ruhigstellung oder Ausrichtung des Knies), Physiotherapie und Schmerztherapie steht im Vordergrund
  • Ziele sind Beschwerdelinderung und Verbesserung der Kniefunktion
  • Bei Bedarf OP zur Meniskuserhaltung per Meniskusnaht, Teilrekonstruktion oder biologischer Augmentation
Überlastungsschädigung durch chronische Strukturschäden („Meniscus Overuse-Lesions“)
  • Vorrangig bei jungen, sportlich aktiven Patienten
  • Konservative Behandlung meist mit guten Behandlungsaussichten
  • Meniskuserhaltende Operation bei fortgeschrittenen Befunden
  • Strukturierte Nachbehandlung mit optionaler biologischer Augmentation von Knochenmarksstammzellen
Mithilfe einer präzisen Diagnostik erfassen die Kniespezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt Verletzungsmuster, Ursachen und Begleitschädigungen. Darauf aufbauend entwickeln sie einen individuellen Plan für eine nachhaltige Behandlung, die konservativ oder operativ erfolgen kann. Nachfolgend erläutern sie Ihnen im Detail die Behandlungsmöglichkeiten für die am häufigsten vorkommenden Meniskusschäden.

Akuter Meniskusriss

Ein akuter Meniskusriss erfordert zunächst eine präzise Diagnostik mit anschließender Beurteilung. Die weitere Behandlung richtet sich nach Rissform, Lokalisation und Heilungspotenzial.
  • Bestimmte Verletzungen wie ein eingeschlagener Korbhenkelriss können eine dringliche operative Versorgung notwendig machen.
  • Andere Befunde können unter geeigneten Voraussetzungen zunächst auch konservativ behandelt werden.
  • Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie sind neben der genauen Analyse der Rissmorphologie vor allem die Stabilität des Kniegelenks und die Heilfähigkeit des betroffenen Meniskusareals.
Eine konservative Behandlung kann mit Orthese, schmerzstillenden Injektionen und frühzeitiger physiotherapeutischer Unterstützung erfolgen. Wenn eine Operation angezeigt ist, verfolgen wir soweit irgend möglich eine meniskuserhaltende Vorgehensweise:
  • Häufig wird dafür eine sogenannte Meniskusnaht vorgenommen.
  • Hier kommen je nach Befund differenzierte arthroskopische Naht- oder Refixationstechniken zum Einsatz, etwa bei typischen Meniskusverletzungen wie Korbhenkelrissen (Umklappen von Meniskusanteilen nach innen), Vorderhornverletzungen (am vorderen Abschnitt des Meniskus), Meniskuswurzelrissen (Ein- oder Abriss der Verankerung des Meniskus am Knochen) oder Rampenläsionen (Verletzung am hinteren inneren Meniskus).
  • Bei komplexen Rissformen oder ungünstigen Heilungsbedingungen kann die Meniskusnaht zusätzlich durch eine biologische Augmentation mit körpereigenen Knochenmarksstammzellen unterstützt werden.
Beim Augmentationsverfahren werden die körpereigenen Stammzellen direkt in die verletzte Region eingebracht. Diese haben das Potenzial, Entzündungen zu lindern sowie die Regeneration des Meniskusgewebes anzuregen und zu beschleunigen. Die Methode ist unserer Erfahrung nach erfolgversprechender als die vielfach angewandte Eigenblutbehandlung. Ergänzend prüfen wir bei speziellen akuten Meniskusverletzungen auch die Beinachse mithilfe einer radiologischen Ganzbeinanalyse: Fehlstellungen wie O-Bein oder X-Bein können den langfristigen Behandlungserfolg maßgeblich beeinflussen.

Meniskusdegeneration

Die Meniskusdegeneration ist klar vom akuten Meniskusriss zu unterscheiden.

  • Bei der Meniskusdegeneration handelt es sich um einen schleichenden Verschleißprozess des Meniskusgewebes. Er wird begleitet durch eine Einlagerung von Fettgewebe, das eine geringere Belastbarkeit aufweist.
  • Beschwerden treten oft allmählich oder nach einem vergleichsweise geringfügigen Auslöser auf.

Für die richtige Therapieentscheidung ist es entscheidend, die Ergebnisse bildgebender Verfahren wie Röntgen und MRT nicht isoliert zu bewerten. Degenerative Meniskusveränderungen finden sich im MRT-Bild häufig auch ohne entsprechende Beschwerden. Die eigentliche Schmerzursache liegt hingegen nicht selten im Bereich von Sehnenansätzen und Muskulatur oder im bereits bestehenden Gelenkverschleiß.

Bei der Meniskusdegeneration steht in aller Regel die konservative Behandlung im Vordergrund, vorausgesetzt, es liegen keine meniskusbedingten Blockaden oder ein Umschlagen oder Ausreißen des Meniskusgewebes (Dislokationen) vor. Ziel ist es, Beschwerden gezielt zu behandeln und die Funktion des Kniegelenks zu verbessern. Das kann etwa durch spezielle Orthesen, strukturierte Physiotherapie und bei Bedarf durch ergänzende Infiltrations- oder Schmerztherapie geschehen. Gleichzeitig beurteilen wir konsequent die Beinachse und die individuelle Knorpelsituation. Degenerative Meniskusveränderungen sind nämlich häufig Teil eines umfassenderen Verschleißgeschehens im Kniegelenk. Die Therapie einer gleichzeitig bestehenden Kniegelenksarthrose nützt in solchen Fällen auch dem Meniskus.

Wird dennoch eine Operation erforderlich, verfolgen wir auch hier nach Möglichkeit ein meniskuserhaltendes Vorgehen. Optionen sind dann eine Meniskusnaht, eine Teilrekonstruktion des Meniskus und in ausgewählten Fällen eine ergänzende biologische Augmentation.

Chronische Meniskusstrukturschäden („Meniscus Overuse-Lesions“)

Sogenannte Meniscus Overuse-Lesions sind vergleichsweise seltene, chronische Strukturschäden des Meniskus. Sie treten vor allem bei jungen, sportlich sehr aktiven Patienten auf.

  • Typisch ist ein horizontaler Riss im Meniskusgewebe, der nicht bis an die Oberfläche reicht. Anders als bei der klassischen Meniskusdegeneration zieht er keine Einlagerung von Fettgewebe nach sich.
  • Ursache ist gewöhnlich eine anhaltende funktionelle Überlastung durch hohe sportliche Aktivität. Beschwerden sind zunächst belastungsabhängig.
  • Mit zunehmender Schädigung können Ruheschmerzen, wiederkehrende Kniegelenksergüsse und in manchen Fällen Zysten mit Gelenkflüssigkeit um den Meniskus herum entstehen.

Die Therapiestrategie richtet sich nach dem Ausmaß der Schädigung und der klinischen Beschwerdesituation. In frühen Stadien spricht diese Form des Meniskusschadens häufig sehr gut auf ein konsequentes konservatives Behandlungskonzept an. Bei stark fortgeschrittenen Befunden kann jedoch auch eine aufwendigere meniskuserhaltende Operation in Form einer Meniskusnaht erforderlich werden. Ergänzt wird der Eingriff durch eine mehrmonatige strukturierte Nachbehandlung und gegebenenfalls durch eine biologische Augmentation. Ziel ist es, die Belastbarkeit des Meniskus möglichst wiederherzustellen und eine dauerhafte Überlastung des Kniegelenks zu vermeiden.

Wie sieht bei Verdacht auf Meniskusschäden die Untersuchung aus?

Vor einer Meniskusoperation ist eine sorgfältige und umfassende Untersuchung entscheidend. Nur so lässt sich die bestmögliche Behandlungsstrategie festlegen. Es erfolgt eine genaue klinische und funktionelle Untersuchung des Kniegelenks. Dabei steht insbesondere die Beurteilung der Stabilität im Vordergrund. Für eine erfolgreiche Heilung des Meniskus ist es wesentlich, mögliche Begleitfaktoren wie Bandinstabilitäten und Beinachsenabweichungen frühzeitig zu erkennen.

  • Partielle Kreuzbandverletzungen, auch solche mit gering ausgeprägter Instabilität, müssen ausgeschlossen werden. Sowohl bei konservativer als auch bei operativer Therapie würden sie den Behandlungserfolg erheblich beeinträchtigen.
  • Bei komplexeren Meniskusschäden ergänzen wir die Untersuchung durch eine radiologische Ganzbeinanalyse. Das hilft, mögliche Fehlbelastungen infolge einer O-Bein- oder X-Bein-Achse zu erfassen. Solche sind oft mitverantwortlich für eine chronische Überlastung des Meniskus.

Eine Meniskusnaht ist eine Operation, bei der ein eingerissener Meniskus wieder zusammengefügt wird. Bei frischen Rissen in gut durchbluteten Bereichen ist die Meniskusnaht üblicherweise die Methode der Wahl. Ziel ist es, den Meniskus möglichst vollständig zu erhalten. Das verbessert die Aussichten für weitere sportliche Aktivitäten auch auf höherem Niveau und ist meist die beste Grundlage für die langfristige Erhaltung der Kniegesundheit. Die Meniskusnaht kann aber auch bei bereits länger bestehender Meniskusschädigung oder -degeneration erfolgreich zum Einsatz kommen.

Im Gegensatz zur Meniskusnaht steht die Meniskusteilentfernung. Hier wird der gerissene Teil des Meniskus entfernt. Sie sollte nur das letzte Mittel sein, wenn andere Methoden keinen Erfolg gebracht haben. Es gibt gute Möglichkeiten, auch bei einem Meniskus mit bereits länger anhaltender Schädigung ohne Teilentfernung auszukommen.

Im Knie wirkt der Meniskus nicht nur als Stoßdämpfer und Druckverteiler zwischen Ober- und Unterschenkel. Vielmehr übernimmt er auch eine wichtige stabilisierende Funktion: Er unterstützt die Führung des Kniegelenks und entlastet dabei auch den Bandapparat, insbesondere die Kreuzbänder. Wird Meniskusgewebe entfernt, geht daher nicht nur ein Teil der Pufferfunktion verloren. Es erfolgt auch ein Verlust an mechanischer Stabilität des Knies.

  • Die Folgen können eine vermehrte Schiebe- und Drehinstabilität zwischen Ober- und Unterschenkel sein, selbst wenn die Bänder grundsätzlich intakt sind. Das erhöht die Gefahr weiterer Knieverletzungen.
  • Erfahrungsgemäß führt eine Entfernung von Meniskusgewebe innerhalb von 5 bis 8 Jahren zu verstärktem Gelenkverschleiß. Das verringert die Belastbarkeit, schränkt die Möglichkeiten sportlicher Aktivität ein und erhöht das Risiko einer Kniegelenksarthrose deutlich.
  • Die Wahrscheinlichkeit, im späteren Verlauf ein künstliches Kniegelenk zu benötigen, wird um das 130-Fache erhöht.

Vor diesem Hintergrund verfolgen wir wann immer möglich das Prinzip des Meniskuserhalts.

Die ausführliche ärztliche Aufklärung vor einem geplanten Eingriff ist von großer Wichtigkeit. Wir besprechen mit dem Patienten den Umfang der Operation, die unmittelbare Versorgung mit einer Orthese, die sich anschließt, sowie Art und Dauer der Rehabilitation. Auf diese Weise schaffen wir beim Patienten von Anfang an Klarheit über den gesamten Behandlungsverlauf. Das ist Voraussetzung für ein bestmögliches Ergebnis.

Die Rehabilitation beginnt mit der geschützten Einheilung des Meniskusgewebes. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist, folgt der gezielte Wiederaufbau der Kniefunktion. Es geht in dieser Phase vorrangig um eine bestmögliche Unterstützung der Heilung und eine gute Narbenbildung. Ziele sind die Reduzierung von Schmerzen, Schwellungen, Ergüssen und Muskelverkürzungen, eine Verbesserung des Lymphabflusses und eine behutsame Wiederherstellung der passiven Beweglichkeit. Orthesen-Versorgung und erlaubte Belastung steuert Ihr Arzt je nach individuellem Fall. Diese können sehr unterschiedlich aussehen, abhängig von verschiedenen Faktoren:

  • Ausprägung des Meniskusrisses
  • Art des durchgeführten Eingriffs
  • Gewebequalität

Nach einer Teilentfernung des Meniskus zum Beispiel ist der Übergang in die Aufbauphase oft bereits nach kurzer Zeit möglich. Nach komplexen Meniskusnähten hingegen dauert die Einheilphase in der Regel deutlich länger. Die Optionen in der Heilphase reichen von einer frühzeitigen schmerzangepassten Vollbelastung in Streckstellung bis hin zu einer mehrwöchigen Teilbelastung.

Nach abgeschlossener Heilphase folgt die zweite Phase der Rehabilitation: der strukturierte funktionelle Wiederaufbau. Oft ist dieser ungefähr ab der 12. Woche nach der OP möglich. Dabei geht es vor allem um die Wiederherstellung der neuromuskulären Koordination im Knie. Die Rückkehr zu sportlicher Belastung erfolgt heute nicht mehr nach schematischen Zeitintervallen, vielmehr kommt es auf den individuellen Heilfortschritt an.

Die Sportfähigkeit wird stufenweise gesteigert. Die Freigabe hierfür erteilt der Arzt auf der Grundlage spezifischer Funktionstests, immer in Zusammenschau mit der klinischen Untersuchung sowie der Beurteilung von Stabilität und Beweglichkeit. Für eine gezielte und qualitätsgesicherte Rehabilitation versorgen die Kniespezialisten der LIULIM Klinik Frankfurt ihre Patienten mit einem präzisen Nachbehandlungsschema. Dazu gehört auch ein standardisiertes Funktionstestprotokoll. Es erleichtert dem begleitenden (Physio-)Therapeuten, seine Behandlung optimal mit dem Arzt abzustimmen.

Die berufliche Ausfallzeit sollte im Vorfeld realistisch eingeplant werden. In den ersten 14 Tagen nach dem Eingriff empfehlen wir eine deutlich reduzierte allgemeine körperliche Aktivität. Das hilft, operationsbedingte Entzündungsreaktionen zu mildern. Auch Schwellungen und Ergüsse werden durch die geringere Aktivität günstig beeinflusst. Je nach beruflicher Tätigkeit, Situation am Arbeitsplatz und individuellen Transportmöglichkeiten sollten Sie deshalb in der Regel mit einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens zwei bis drei Wochen rechnen.

Grundsätzlich verfolgen wir auch bei kombinierten Meniskus- und Bandverletzungen das Prinzip „Save the meniscus“: Wann immer es medizinisch sinnvoll ist, hat der Meniskuserhalt Vorrang vor einer schnellen Teilentfernung. Allerdings erfordern Meniskusrisse in Kombination mit Bandverletzungen eine besonders sorgfältige und differenzierte Behandlungsplanung. Entscheidend ist, ob das gerissene Meniskusgewebe eingeschlagen oder luxiert ist, also zwischen Ober- und Unterschenkel eingeklemmt liegt.

  • Bei einer luxierten Verletzung muss der Meniskus in der Regel zeitnah versorgt werden. Das vermeidet zusätzliche Schäden am Meniskus selbst und am Gelenkknorpel. Eine zusätzlich notwendige Bandrekonstruktion, etwa eine Kreuzbandplastik, erfolgt je nach Situation häufig erst im weiteren Heilungsverlauf, wenn die Verletzungsregion reizarm geworden ist. Das reduziert das Risiko einer überschießenden Gelenksteife (Arthrofibrose).
  • Anders liegt der Fall bei einem Meniskusriss ohne luxiertes Meniskusgewebe. Hier kann die Meniskusnaht bei gleichzeitiger akuter Bandverletzung häufig gemeinsam mit der Bandplastik nach 3 bis 6 Wochen gemeinsam erfolgen, sofern das Knie reizfrei ist.
  • Bei vollständigen oder teilweisen Bänderrissen, die bereits chronisch sind, ist eine kombinierte Versorgung von Meniskus und Band in vielen Fällen ebenfalls gut möglich.

Die Nachbehandlung richtet sich individuell nach Rissform, Operationstechnik und Gewebequalität. Die Belastung nach der OP kann von einer frühfunktionellen Vollbelastung bis hin zu einer mehrwöchigen Teilbelastung reichen.

Die Heilung eines Meniskusrisses wird von verschiedenen Faktoren maßgeblich beeinflusst, wie wissenschaftliche Studien eindeutig zeigen.
  • Lage des Risses: Diese spielt eine zentrale Rolle. Meniskusareale mit guter Durchblutung, insbesondere Regionen in der Nähe der gut durchbluteten Gelenkkapsel, zeigen deutlich bessere Einheilungschancen als schlecht oder nicht durchblutete Abschnitte.
  • Form des Risses: Ebenso entscheidend ist die Rissform. Bei manchen Verletzungen werden die Riss-Enden eher aneinandergepresst. Andere wie Radiärrisse oder Meniskuswurzelverletzungen führen zu einem Auseinanderziehen der Riss-Enden. Das hat unmittelbaren Einfluss auf die Wahl der Operationstechnik, die Nachbehandlung und die zu erwartende Heilungsrate.
  • Beinachse: Eine ausgeprägte O-Bein- oder X-Bein-Fehlstellung kann den Druck auf den betroffenen Meniskus deutlich erhöhen und die Einheilung erschweren. In solchen Fällen wird die Orthese konsequent auf die Achsverhältnisse eingestellt, um die Fehlstellung während der Heilphase zu kompensieren. Bei komplexeren Meniskusschäden stellt sich oft heraus, dass die Fehlstellung wesentlich zur Entstehung des Meniskusschadens beigetragen hat. Dann kann auch eine operative Achskorrektur erwogen werden.
Eine Meniskusnaht verbessert die langfristigen Voraussetzungen für eine gute Kniefunktion deutlich. Sie versetzt den Meniskus zwar nicht vollständig in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Im Vergleich zu einer Teilentfernung des Meniskus wird das Risiko für einen vorzeitigen Gelenkverschleiß über die kommenden 5 bis 8 Jahre aber spürbar gesenkt. Allerdings bleibt das Arthroserisiko bei Betrachtung eines Zeitraums von 20 Jahren auch nach erfolgreicher Meniskusnaht erhöht. Für die sportliche Belastbarkeit ist der Meniskuserhalt trotzdem von großer Bedeutung:
  • Nach einer erfolgreichen Meniskusnaht gelingt es vielen Patientinnen und Patienten, wieder an ihr vorheriges sportliches Niveau anzuknüpfen.
  • Demgegenüber kann eine ausgedehnte Meniskusteilentfernung die Belastbarkeit des Kniegelenks deutlich verringern. Sportlich aktive Menschen schränkt das in ihren Aktivitäten ein oder erzwingt sogar eine Beendigung der sportlichen Karriere.
Wir untersuchen und beraten Sie gern in unserer Privatklinik am Flughafen Frankfurt
Zögern Sie bei Verletzungen des Meniskus nicht, die erfahrenen Kniespezialisten der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Thomas Stein