Bei Genitalbeschneidung/ Genitalverstümmelung (FGM/C), Fehlbildungen oder Haut-/Tumorerkrankungen
Eine Genitalbeschneidung beeinträchtigt die betroffenen Frauen körperlich und seelisch schwer. Die anatomische Rekonstruktion ihrer Intimzone bietet ihnen die Chance, von ständigen Beschwerden befreit zu werden und ein natürliches Körpergefühl zurückzugewinnen. Die Verfahren eignen sich auch zur Behebung von angeborenen oder unfallbedingten Defekten, nach Tumoroperationen, bei bestimmten Erkrankungen wie dem Lichen sclerosus et atrophicus oder anderen Deformierungen der Vulva. Durch einen hochspezialisierten chirurgischen Eingriff lässt sich das weibliche Genital nicht nur optisch, sondern auch funktionell weitgehend wiederherstellen.
Priv.-Doz. Dr. med. Dan mon O’Dey, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie an der LILIUM Klinik Frankfurt, wendet dafür eine weltweit einzigartige OP-Methode an. Sie kann auch die sensible Klitorisregion und damit die sexuelle Empfindungsfähigkeit vollständig anatomisch rekonstruieren. Hier lesen Sie alles über Behandlungsanlässe, Methode und Behandlungsablauf bei der Rekonstruktion des weiblichen Genitals nach Genitalbeschneidung und anderen Defekten.
Die Entscheidung für eine Operation nach Genitalverstümmelung/-beschneidung (Fachbegriff: FGM/C = Female Genital Mutilation/Cutting) ist ein tiefgreifender, mutiger Schritt. Viele Frauen verarbeiten das oft traumatische Erlebnis jahrelang still für sich, bis sie von den Möglichkeiten einer modernen chirurgischen Rekonstruktion erfahren.
Eine solche Operation eignet sich grundsätzlich für alle Frauen, die unter den körperlichen und psychischen Folgen ihrer Beschneidung leiden und den Wunsch nach anatomischer Normalisierung, Schmerzfreiheit und sexueller Empfindung verspüren. Doch die innovativen Techniken der vulvo-clitoralen Rekonstruktion beschränken sich nicht allein auf Betroffene von FGM/C. Vielmehr ist die Zielgruppe für diesen hochspezialisierten Eingriff viel breiter gefächert. Mögliche Behandlungsanlässe entnehmen Sie nachfolgender Übersicht.
Priv.-Doz. Dr. med. Dan mon O’Dey gilt als internationaler Pionier bei der anatomischen Rekonstruktion des weiblichen Genitals. Für seine außerordentlichen Verdienste auf dem Gebiet wurde ihm 2025 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Nach massiven Amputationsbefunden, wie sie insbesondere bei der Beschneidung vom Typ III vorliegen, sind komplexe Rekonstruktionen in Form und Funktion nötig. Die Operationstechniken von PD Dr. O’Dey basieren auf tiefgehenden Kenntnissen der Anatomie, Angiosomforschung (Gefäßarchitektur) und Mikrochirurgie. Das Prinzip seiner Operationsmethode lautet: „Gleiches mit Gleichem ersetzen.“ Für die Rekonstruktion greift er auf Gewebe von anatomisch ähnlicher Struktur zurück. Ästhetische Einheiten werden dabei voll berücksichtigt, das Narbenbild wird auf ein absolutes Minimum reduziert.
Die Ergebnisse einer fachgerecht durchgeführten Genitalrekonstruktion sind für die betroffenen Frauen meist lebensverändernd. Sie profitieren von einem ganzheitlichen Heilungsprozess, der tiefe Wunden körperlicher wie seelischer Art schließt.
Der oft chronische Schmerz der Betroffenen weicht einem natürlichen Körperempfinden, sexuelle Erregung wird wieder möglich. Die Normalisierung des Körperbilds bringt neue Lebenszufriedenheit.
Die rituelle weibliche Genitalverstümmelung oder Genitalbeschneidung (FGM/C) betrifft weltweit Abermillionen Mädchen und Frauen (etwa 240.000.000). In vielen afrikanischen, arabischen und asiatischen Kulturkreisen ist diese Vorgehensweise leider tief verwurzelt. Infolge von Flucht und Migration leben in Deutschland nach Schätzungen mittlerweile über 100.000 betroffene Frauen.
FGM/C ist bei weitem kein rein ästhetisches Problem. Vielmehr handelt es sich um einen äußerst folgenreichen Eingriff in die körperliche und seelische Unversehrtheit. Betroffene Mädchen und Frauen leiden unter schweren vulvo-vaginalen Funktionsverlusten.
Eine vollständige anatomische Genitalrekonstruktion kann den betroffenen Frauen nicht nur Beschwerden nehmen und ihre sexuelle Selbstbestimmung wiederherstellen. Der erfolgreiche Eingriff ist oftmals auch die Grundlage für die Wiedererlangung des seelischen Gleichgewichts. Die Rekonstruktion des weiblichen Genitals ist daher eine medizinisch absolut notwendige Heilmaßnahme.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt die Genitalbeschneidung bei Frauen in vier Hauptkategorien ein. Sie unterscheiden sich nach dem Ausmaß der Verletzung:
Alle genannten Verletzungstypen beeinträchtigen die Sexualität, das Körperbild, die Körperfunktion und das psychische beziehungsweise seelische Gleichgewicht enorm.
Auch Frauen, die nicht von einer Genitalbeschneidung betroffen sind, kann das besondere Rekonstruktionsverfahren von PD Dr. O’Dey zugutekommen. Ähnlich behandlungsbedürftige Deformationen der Vulva kann es in folgenden Fällen geben:
Im Rahmen einer Tumorbehandlung im Bereich der Vulva muss häufig Gewebe an den äußeren Genitalien entfernt werden. Dann kann das Aussehen und manchmal auch die Funktion beeinträchtigt sein. Ein rekonstruktiver Eingriff dient dazu, Haut- und Gewebedefekte zu decken, Narben zu entlasten und die Gestalt des Vulvabereichs entscheidend zu verbessern. Ziel ist eventuell auch, Beschwerden wie Schmerzen beim Sitzen, Reiben an der Kleidung oder Probleme beim Wasserlassen zu lindern. Welche Methode sich anbietet, hängt davon ab, wie viel Gewebe entfernt wurde und wie die Heilung verlaufen ist.
Bei manchen Frauen sind auffällige Veränderungen der äußeren Genitalien angeboren. Das kann eine ungewöhnliche Form, Größe oder Lage einzelner Strukturen mit sich bringen. Im Alltag stört das oft erheblich, zum Beispiel bei Reibung oder Schmerzen bei Sport oder Sexualität. Auch fühlen Frauen sich durch das beeinträchtigte Körperbild belastet. Eine Rekonstruktion kann die Anatomie normalisieren und Beschwerden reduzieren. Vor einer Operation wird genau geprüft, welche Art von Veränderung vorliegt und welche Behandlung medizinisch sinnvoll ist.
Entzündungen und Infektionen im Genitalbereich können Gewebe zerstören oder wiederholt Narben verursachen. Manche Patientinnen leiden danach unter Einziehungen, Verformungen oder empfindlichen Narben. Sie spannen sich bei Bewegung unangenehm oder schmerzen. Rekonstruktive Maßnahmen können helfen, krankhaft verändertes Gewebe zu entfernen, die Region zu stabilisieren und die Haut wieder besser beweglich zu machen. Oft steht auch im Vordergrund, wiederkehrende Entzündungen zu verhindern und die Intimhygiene zu erleichtern.
Chronische Hauterkrankungen im Genitalbereich können die Haut dünn und empfindlich machen. Mit der Zeit führt das häufig zu Narben und Verengungen. Betroffene berichten über Juckreiz, Brennen, Einrisse oder Schmerzen, manchmal auch über eine Verengung des Scheideneingangs. Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn Narben die Funktion deutlich einschränken oder wiederkehrende Risse entstehen. Die OP ersetzt keine langfristige Hautbehandlung, sie kann sie aber sinnvoll ergänzen. Vor jeder Rekonstruktion wird geprüft, ob die Behandlung der Dermatose gut eingestellt ist, damit eine bestmögliche Therapie gewährleistet bleibt.
Nach komplizierten Geburten oder Verletzungen kann es zu starkem Narbenzug, Asymmetrien oder Veränderungen am Scheideneingang und am Damm kommen. Schmerzen beim Sitzen und beim Geschlechtsverkehr oder Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang sind mögliche Folgen. Ein rekonstruktiver Eingriff kann Narben lösen, Gewebe neu formen und die Funktion des Beckenbodens beziehungsweise des Scheideneingangs verbessern. Ziel ist eine stabile Heilung mit möglichst wenig Beschwerden im Alltag.
Chirurgische Methoden zur Genitalrekonstruktion bei Frauen gibt es schon länger. Jedoch sind diese herkömmlichen Methoden häufig weder anatomisch noch funktionell und ästhetisch zufriedenstellend. Die partielle vulvo-clitorale Rekonstruktion, wie sie andere Chirurgen anwenden, kann bei betroffenen Frauen zwar die Schmerzen reduzieren, sexuelle Empfindungen und Orgasmusfähigkeit stellt sie aber nur in manchen Fällen wieder her. Keines der herkömmlichen Verfahren rekonstruiert Aussehen und Funktion von Klitoris und Vulva vollständig. Gegenüber solchen eingeschränkten Ansätzen zeichnet sich die OP-Methode von PD Dr. O’Dey durch folgende Vorzüge aus:
Der chirurgische Eingriff selbst wird unter Vollnarkose durchgeführt. Er kann je nach Ausmaß der notwendigen Rekonstruktion mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Die Maßnahmen unterscheiden sich je nach Befund.
Das Zusammenspiel dieser Techniken erfordert eine außergewöhnliche Expertise im Bereich der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. Zur Behebung genetisch, krankheits- oder unfallbedingter Schädigungen wird je nach Behandlungsbedarf analog vorgegangen.
Die Klitoris-Rekonstruktion bildet den Schlüssel für die Wiedergewinnung der sexuellen Empfindsamkeit und somit für eine rundum erfolgreiche Wiederherstellung des weiblichen Genitals.
Die ebenfalls von PD Dr. O’Dey entwickelte OD-Lappenplastik (Fachbegriff: Omega-Domed Flap = Omega-förmige Lappenplastik) dient dazu, die hochsensible neue Klitorisspitze zu schützen und das natürliche Erscheinungsbild zu perfektionieren. Dies gelingt mittels lokaler Gewebeverschiebung. Durch eine Omega-förmige Schnittführung rekonstruiert der Operateur eine neue Klitorisvorhaut (Präputium clitoridis). Diese Vorhaut ist unverzichtbar für den mechanischen Schutz der wiederhergestellten und zunächst sehr berührungsempfindlichen Klitoris-Eichel.
Die Operation zur anatomischen Rekonstruktion des weiblichen Genitals erfordert neben höchster chirurgischer Expertise auch eine umfassende Vorbereitung. Zunächst führt PD Dr. O’Dey mit der Patientin ein ausführliches, kultursensibles Beratungsgespräch. Es umfasst auch eine körperliche Untersuchung. Dabei geht es nicht nur darum, die vorliegenden körperlichen Gegebenheiten festzustellen, sondern auch um den Aufbau von Vertrauen. Viele Frauen leiden infolge ihrer Verletzungen unter Traumata. Deshalb ist der respektvolle, empathische Umgang mit der persönlichen und kulturellen Geschichte der Patientin eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.
Wie bei jedem komplexen chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Genitalrekonstruktion das Risiko für potentielle Komplikationen. Dieses Risiko wird durch ein ausgewogenes Behandlungskonzept sehr gering gehalten. PD Dr. O‘Dey klärt die Patientinnen vor der Operation ausführlich über Risiken und mögliche Komplikationen auf. Hierzu nutzt er häufig einen vom Verlag Thieme Compliance eigens für die Operationstechniken von PD Dr. O’Dey entwickelten Aufklärungsbogen. Dazu gehören allgemeine Operationsrisiken wie Nachblutungen, Wundinfektionen oder Wundheilungsstörungen. Da das weibliche Genital stark durchblutet und von zahlreichen Bakterien besiedelt ist, wird bei der Operation streng auf Infektionsvorbeugung und Hygiene geachtet. Durch die große Erfahrung, Sorgfalt und das Behandlungskonzept von PD Dr. O’Dey wird die Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen minimiert.
Der stationäre Aufenthalt in der Klinik dauert einige Tage. So können Arzt und Pflegepersonal den ersten Heilungsverlauf engmaschig überwachen. Bei ihrer Entlassung aus der Klinik erhalten die Patientinnen genaue Anleitungen zur Wund- und Narbenpflege sowie Empfehlungen für zum Beispiel spezielle Sitzbäder, die den Heilungsprozess unterstützen. Das neu geformte und verpflanzte Gewebe ist – wie insbesondere auch die rekonstruierte Klitoris –in den ersten Wochen empfindlich. Daher muss auf Geschlechtsverkehr oder starke mechanische Belastung wie zum Beispiel Fahrradfahren zunächst für ein paar Wochen konsequent verzichtet werden. Die weitere Nachsorge erstreckt sich über einen Einjahreszeitraum.
Die Regeneration der Nerven im Bereich der Klitoris braucht Zeit. Eine endgültige Beurteilung der wiedergewonnenen sexuellen Funktion ist üblicherweise nach mehreren Monaten möglich. Dann sind die feinen Nervenfasern vollständig in das Gewebe eingewachsen. Regelmäßige Wiedervorstellungen beim Operateur dienen zur Kontrolle des Heilungsverlaufs. Sie bieten auch Raum dafür, über das neu erwachte Körpergefühl und die sich entwickelnde Empfindungsfähigkeit der Klitoris diskret zu sprechen.
Die Rekonstruktion nach einer Genitalbeschneidung des Typs III ist unbestreitbar eine heilungsfördernde und medizinisch notwendige Maßnahme. Die Genitalbeschneidung FGM/C ist im internationalen medizinischen Diagnosesystem ICD (International Classification of Diseases) als körperliches und seelisches Leid und schwerer Gesundheitsschaden verankert. Daher handelt es sich auf keinen Fall um eine ästhetisch motivierte, sondern um eine kurativ ausgerichtete Operation. Ähnliches gilt für krankheits- und unfallbedingte Deformationen im Genitalbereich.
Nach erfolgreicher anatomischer Genitalrekonstruktion zeigt sich, dass bei fast allen Betroffenen die Bürde permanenter Schmerzen und des Gefühls der „Unvollständigkeit“ von ihnen abfällt. Die Wiedergewinnung der sexuellen Empfindsamkeit und Höhepunktfähigkeit verschafft ihnen einen gewaltigen Zuwachs an Lebensqualität und psychophysischem Gleichgewicht. Die Wiederherstellung von Vulva und Klitoris durch die modernen Operationsverfahren von Herrn PD Dr. O’Dey sind daher weit mehr als nur ein chirurgischer Erfolg. Sie sind der Schlüssel zu einem selbstbestimmten, gesunden und freudvollen Leben als Frau.
Der Weg zur Vulva-Rekonstruktion und der Eingriff selbst ist für viele Frauen ein hochgradig emotionaler Prozess. Manche Frauen verheimlichen ihren Entschluss zur Genitalrekonstruktion vor ihrem familiären Umfeld, da er einen Bruch mit ihren Traditionen bedeuten kann. Herr PD Dr. O’Dey ist daher bemüht, eine Atmosphäre absoluten Vertrauens und höchster Wertschätzung für Ihre persönliche und kulturelle Identität zu schaffen.
Bitte zögern Sie nicht, den erfahrenen Experten der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig für einen Termin zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise vertrauensvoll zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Privatdozent Dr. med. Dan mon O’Dey