In der LILIUM Klinik Frankfurt bieten wir Knieteilprothesen (zum Beispiel Schlittenprothesen) als gelenkschonende Alternative zur Knie-Totalendoprothese (TEP) an. Sie ersetzen nur den geschädigten Teil des Gelenks und erhalten möglichst viele gesunde Strukturen. So bleibt der natürliche Bewegungsablauf weitgehend erhalten und der Eingriff ist oft weniger belastend.
Vorteile und Einsatzgebiete einer Knie-Teilprothese
Teilprothesen sind besonders sinnvoll bei einseitiger Kniearthrose, wenn nur eine Seite (innen oder außen) betroffen ist und Bänder wie Kreuz- und Seitenbänder noch intakt sind.
Im Zentrum steht die Schlittenprothese (unikondyläre Prothese), die nur den betroffenen Gelenkanteil ersetzt. Zudem gibt es spezielle Kniescheiben-Prothesen für isolierte Schäden im Bereich der Kniescheibe und deren Gleitrinne. Die Auswahl der passenden Implantate erfolgt individuell nach genauer Diagnostik und Planung.
Operation, Nachsorge und Perspektiven bei Knie-Teilprothesen
Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und kann minimalinvasiv durchgeführt werden. Er erfolgt unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie. Gesunde Gelenkanteile werden geschont und die Bandstrukturen bleiben normalerweise erhalten. Die Implantation erfolgt zementfrei oder zementiert, je nach Knochenqualität.
Teilprothesen bieten eine Haltbarkeit von etwa 10 bis 25 Jahren. Bei Bedarf kann später auf eine Vollprothese gewechselt werden, dann auf Basis eines längeren Zeitraums mit mehr erhaltenem Knochen und gesunden Strukturen. Die Endoprothetik-Spezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt begleiten Sie gern bei jedem Schritt hin zu mehr Beweglichkeit und Lebensqualität.
Leider nehmen Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen trotz frühen Beginns der therapeutischen Maßnahmen oft überhand. Dann kann eine Knieprothese für Schmerzfreiheit sorgen und Sie wieder mobil machen. Solche Knieprothesen bestehen aus Metall- und Kunststoffanteilen. Sie werden in das Kniegelenk implantiert und überkronen das Gelenk teilweise oder vollständig.
Welche Art Implantat in Frage kommt, hängt davon ab, wie sehr die Kniestrukturen geschädigt sind. Ein kompletter Oberflächenersatz in Form einer Vollprothese, im medizinischen Sprachgebrauch Totalendoprothese (TEP) genannt, ist in vielen Fällen nicht erforderlich. Doch wird nicht wenigen Patientinnen und Patienten genau diese Art Prothese übereilt vorgeschlagen. Für Sie kommt es darauf an, genau den Gelenkersatz zu erhalten, der zu Ihrer Kniesituation passt. Dafür sollten Sie sich einem Arzt anvertrauen, der sich mit allen Arten von Knieprothesen umfassend auskennt.
Bei der Implantation des künstlichen Kniegelenks sollten so wenig gesunde Strukturen wie möglich beeinträchtigt werden. Teilprothesen haben, sofern sie im speziellen Fall geeignet sind, folgende Vorteile:
Bei einer Teilprothese muss in der Regel das vordere Kreuzband intakt sein und auch erhalten bleiben. Bei einem vollständig künstlichen Kniegelenk muss es hingegen entfernt werden. Die Implantation einer Vollprothese kann dank Einsatz einer Teilprothese oft um 15 bis 20 Jahre hinausgezögert werden
Eine gelenkschonende Schlittenprothese oder andere Varianten einer Prothese kommen für folgende Patientinnen und Patienten in Frage:
Eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz einer Teilprothese: Die Außen- und Kreuzbänder, die das Knie stabilisieren, müssen noch weitgehend intakt sein. Eine gründliche Untersuchung gibt darüber Aufschluss.
Bei begrenzter Teilschädigung des Gelenkknorpels sollte man die Entscheidung über die Knieprothese erfahrungsgemäß nicht allzu lange hinauszögern. Wird der richtige Zeitpunkt verpasst, kann der Bandapparat mehr und mehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Die langfristigen Aussichten, die Mobilität durch künstlichen Gelenkersatz zu erhalten, verschlechtern sich dann.
Für das Kniegelenk gibt es zwei wesentliche Typen von Teilprothesen:
Die Schlittenprothese ist die am häufigsten eingesetzte Knieteilprothese. Man nennt sie nach einem ihrer Entwickler auch Repicci-Prothese oder unikondyläre Knieprothese. Die Schlittenprothese wird lediglich an einer der beiden Gleitrollen oder Kondylen des Oberschenkelkopfes implantiert. So heißen die verdickten Vorsprünge, die dem Schienbeinkopf gegenüberliegen. Der Knieschlitten besteht aus einem Metall- und einem Kunststoffimplantat. Zusammen bilden sie eine sogenannte Gleitpaarung. Das Metallimplantat am Oberschenkel ist kufenförmig wie bei einem Schlitten, das Gegenstück am Schienbeinkopf eher flach.
Die Kniescheiben-Prothese ersetzt als sogenanntes Small Implant die dort geschädigten Strukturen im Gelenk zwischen Kniescheibe und Gleitrinne.
Da diese Fälle von isolierter Arthrose unterhalb der Kniescheibe selten vorkommen, haben nur wenige Chirurgen Erfahrung mit diesen Eingriffen. Die Endoprothetik-Spezialisten an der privaten LILIUM Klinik implantieren diese Implantate regelmäßig und weisen daher eine große Expertise auf diesem Gebiet auf.
Die Metallkomponenten, die für Teilprothesen am Knie Verwendung finden, bestehen gewöhnlich aus einer Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung. Diese Legierung ist biokompatibel, verursacht also kaum Unverträglichkeiten. Gleichzeitig ist das Material nicht spröde und elastisch genug, um die Beweglichkeit des Kniegelenks bestmöglich zu unterstützen. Für Nickelallergiker gibt es vollständig nickelfreie Varianten.
Kunststoffkomponenten von Knieimplantaten bestehen heute aus hochvernetztem Polyethylen. Das extra gehärtete Material weist einen geringeren Abrieb auf und ermöglicht eine lange Lebensdauer.
Die Haltbarkeit von Teilprothesen für das Knie variiert je nach Befund und liegt in etwa bei 10 bis 25 Jahren. Dann kann bei Bedarf ein Austausch gegen eine Totalendoprothese erfolgen. In den so gewonnenen Jahren hat man Knochensubstanz „gespart“, die Schädigung von Sehnen, Bändern und Nerven wird reduziert. Die spätere Implantation des künstlichen Kniegelenks erfolgt also unter viel besseren Voraussetzungen. Das erfreuliche Resultat ist eine bessere Beweglichkeit in fortgeschrittenem Alter.
Die etwa einstündige Operation findet unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie mit Dämmerschlaf statt. Der Eingriff kann oft minimalinvasiv erfolgen, also über kleine Hautzugänge. Der behandelnde Arzt trägt die geschädigten Gelenkanteile ab. Eine Beeinträchtigung der umliegenden Strukturen wie etwa der Außen- und Kreuzbänder gibt es nicht, unversehrter Knorpel wird nicht angetastet.
Anschließend werden Metall- und Kunststoffimplantate eingebracht. Das kann je nach Situation zementfrei oder unter Verwendung von Knochenzement erfolgen. In den Wochen nach der Operation verwachsen die Implantatteile fest mit der Knochensubstanz. Weil das Kniegelenk größtenteils intakt geblieben ist, verläuft die Heilung schneller als bei einer Totalprothese. Schmerzen im Knie nach einer Schlittenprothesen-OP treten seltener auf. Sie dürfen das Knie direkt nach der OP wieder voll belasten. In Muskelaufbau und Mobilitätstraining für ihr neues Kniegelenk steigen Patientinnen und Patienten mit physiotherapeutischer Unterstützung direkt ein.
Nach etwa 2- bis 3-tägigem Aufenthalt in der LILIUM Klinik schließt sich in der Regel eine ambulante oder stationäre Rehabilitation an. Sie dauert mehrere Wochen. Dabei erhalten Sie Hilfe von versierten Physiotherapeuten. Während Sie mit einer Vollprothese nur eine begrenzte Beweglichkeit erreichen können, verhält es sich bei einer Teilprothese anders: Das Kniegelenk kann nach der Operation seinen vollständigen Bewegungsumfang wiedergewinnen. Dementsprechend mobil können Sie wieder in Beruf und Alltag einsteigen und sich auch sportlich betätigen. Nach 6 bis 8 Wochen ist im Durchschnitt die Rückkehr an den Arbeitsplatz möglich.
Vorkommen können die gängigen Nebenwirkungen einer chirurgischen Operation wie eine Thrombose, übermäßige Narbenbildung oder Nachblutungen. Das Infektionsrisiko, Schmerzen und sonstige Komplikationen sind nach einer Operation, bei der eine Teilprothese eingesetzt wird, im Vergleich zu einer Vollprothese verringert
Zögern Sie bei Knieproblemen nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.