Minimalinvasive und schonende OP ohne äußerlich sichtbare Narben
In Deutschland sind rund fünf Millionen Menschen von einem stärkeren Fehlbiss (Fachbegriff: Dysgnathie) betroffen. Wenn Zähne und Kiefer nicht aufeinanderpassen, kann das für die Betroffenen nicht nur ein ästhetisches Problem sein. Zusätzlich sind Einschränkungen beim Kauen, bei der Atmung und anderen Körperfunktionen die Regel. Auch Schnarchen und Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe) können die Folge sein. Die moderne Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie behebt solche Fehlstellungen mit schonenden minimalinvasiven Verfahren. Die renommierten Dysgnathie-Experten der LILIUM Klinik Frankfurt können Beschwerden so die Grundlage nehmen und gleichzeitig für harmonische Gesichtszüge sorgen. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte über die vielfältigen Möglichkeiten einer Dysgnathie-OP in der LILIUM Klinik Frankfurt.
3D-Planung und verträgliches 3D-Cone-Beam-Röntgen
Der Vorstellung einer Kieferoperation begegnen die meisten Patienten zunächst mit Respekt. Doch die Methoden haben sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Für die ausgewiesenen Spezialisten der LILIUM Klinik Frankfurt sind solche Eingriffe dank vervollkommneter Maßnahmen standardisierte Routine. Unsere Ärzte und ihr erfahrenes OP-Team blicken auf über 30 Jahre Erfahrung und tausende durchgeführte Operationen zurück.
Diese ausgereiften Methoden erhöhen die Sicherheit und Vorhersagbarkeit der Ergebnisse enorm. Unsere Vorgehensweise macht die Kieferkorrektur für die Patienten deutlich schonender. Korrekturen der Kieferposition sind nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch schon bei Jugendlichen möglich.
Viele Betroffene leiden unter der Asymmetrie ihrer Gesichtsstrukturen. Das belastet das Selbstbild, schränkt die Lebensfreude ein und kann sogar psychische Probleme mit sich bringen. Kieferfehlstellungen bringen für betroffene Personen aber oft auch körperliche Schmerzen mit sich. Hinzu kommen psychische Belastungen.
Der „schiefe Kiefer“ beeinträchtigt grundlegende Funktionen des Mund-, Kau- und Sprechapparats.
Die Fehlbelastung der Kiefergelenke verursacht häufig ein schmerzhaftes Knacken oder Reiben. Die ständige Fehlhaltung strahlt in andere Körperregionen aus. Nacken- und Kopfschmerzen sowie chronische Rückenschmerzen sind typische Begleiterscheinungen einer unbehandelten Dysgnathie. Auch Ohrgeräusche (Tinnitus) können durch den Druck im Bereich der Kiefergelenke ausgelöst oder verstärkt werden.
Ein zurückliegender Unterkiefer zum Beispiel kann die Atemwege im Liegen verengen. Die Folgen reichen von nächtlichem Schnarchen bis hin zur obstruktiven Schlafapnoe (OSAS), bei der es zu gefährlichen Atemaussetzern kommt. Das sorgt für ständige Tagesmüdigkeit, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verringert die Lebenserwartung um Jahre. Eine Korrektur der Kieferposition kann die Atemwege mechanisch erweitern und so Schlafqualität und Sauerstoffversorgung deutlich verbessern.
Die Voraussetzung für die richtige Therapie ist eine gründliche Untersuchung durch einen unserer Dysgnathie-Experten. Es handelt sich um erfahrene Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen mit hervorragender Ausbildung und jahrzehntelanger Erfahrung. Sie verfügen für derartige Behandlungen über die notwendige Kompetenz und bieten ihren Patienten Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie auf höchstem Niveau. Sie analysieren detailliert, in welcher Dimension der Kiefer von der Normalstellung abweicht. Anschließend erläutern sie ihnen, ob eine Operation erforderlich ist oder ob konservative Behandlungsmaßnahmen noch ausreichend sein könnten. Sie erhalten dann einen detaillierten Therapievorschlag.
Leichte Fehlstellungen des Kiefers zeigen sich vor allem in geringfügigen Abweichungen der Zahnstellung. Hier ist der Kieferorthopäde der erste Ansprechpartner. Mit festsitzenden Apparaturen (Brackets) oder herausnehmbaren Schienen (wie zum Beispiel Invisalign) können die Zähne so bewegt werden, dass sie trotz leichter Kieferabweichung gut aufeinanderpassen. Diese Vorgehensweise nennt man dentale Kompensation. Eine Dysgnathie-OP ist in solchen Fällen nicht erforderlich.
Bei einer Fehlstellung der Knochen selbst, also einer ausgeprägten skelettalen Dysgnathie, stoßen rein kieferorthopädische Maßnahmen an ihre Grenzen. Oft wird versucht, solche Fehlstellungen durch Zahnersatz wie Kronen oder Veneers optisch zu kaschieren oder Zähne extrem zu kippen, um einen Kontakt herzustellen. Gestörte Funktionen des Kau-, Sprech- und Atemapparats werden bei solchen Maßnahmen leider ebenso vernachlässigt wie die Gesichtsästhetik.
Die verschiedenen Kieferfehlstellungen erfordern individuelle Methoden der Korrektur. Wir erläutern Ihnen hier beispielhaft, wie unsere Fachärzte zur Lösung bestimmter Probleme bei der Kieferstellung vorgehen.
Korrektur der Rücklage (sagittale Spaltung)
Eine der häufigsten kieferchirurgischen Operationen zielt auf die Verlagerung des Kiefers nach vorne oder hinten, zum Beispiel bei Progenie oder Prognathie (Ober- oder Unterkieferrücklage). Ziel ist es, einen normalen Überbiss und ein harmonisches Profil zu schaffen. Je nach Art der Kieferfehlstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Die gelösten Teile des Kieferknochens fixiert der Chirurg jeweils mit Miniplättchen aus Titan.
Chirurgische Gaumennahterweiterung (GNE) bei zu schmalem Oberkiefer
Oft ist die Ursache einer Dysgnathie der zu schmale Oberkiefer. Patienten leiden dann unter stark verschachtelten Zähnen und einem abgeflachten Mittelgesicht. Das erschwert die Mundhygiene und behindert die Nasenatmung.
Die passende Behandlungsmaßnahme ist die chirurgische Gaumennahterweiterung (GNE). Hier wird der Oberkiefer gezielt verbreitert, ohne dass gesunde Zähne gezogen werden müssen. Der Eingriff dauert oft nur circa 30 Minuten und erfolgt unter Vollnarkose.
Die Vorzüge dieser Technik: eine Verkürzung der gesamten Behandlungszeit, echter knöcherner Platzgewinn statt Zähneziehen und ein kurzer Klinikaufenthalt (oft nur eine Übernachtung).
Unterkiefer-Mid-Split bei zu schmalem Unterkiefer
Auch der Unterkiefer kann zu schmal sein. Das bringt neben verschachtelten Zähnen oft Beschwerden an Kiefer, Kopf und Nacken mit sich. Hier kommt der sogenannte Unterkiefer-Mid-Split zum Einsatz.
Die Apparatur verbleibt danach noch einige Monate im Mund, bis der neu gebildete Knochen vollständig ausgehärtet ist.
Früher wurden operierte Kiefer oft verdrahtet. Das schränkte die Nahrungsaufnahme nach dem Eingriff massiv ein. Moderne Verfahren verzichten auf diese starre Verdrahtung. Patienten können dank stabiler Miniplatten sofort nach der OP den Mund öffnen, sprechen und essen. Besonders bei der Vorverlagerung des Oberkiefers profitieren Patienten von einer sofortigen Verbesserung der Nasenatmung, da die Atemwege mechanisch geöffnet werden.
Der Weg zu einem neuen Biss ist Teamarbeit. Nach Diagnose und Planung durch den Kieferorthopäden und den Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg erfolgt meist eine kieferorthopädische Vorbehandlung, zum Beispiel eine Ausformung der Zahnbögen.
Etwa eine Woche nach der Operation führt der operierende Dysgnathie-Experte eine Nachuntersuchung bei Ihnen durch. Weitere Nachkontrollen sowie nichtoperative Behandlungsmaßnahmen erfolgen durch den Kieferorthopäden. Eingesetzte Titan-Miniplättchen werden nach erfolgter Heilung bei einem ambulanten oder kurzstationären Aufenthalt wieder entfernt.
Trotz Anwendung möglichst schonender minimalinvasiver Verfahren ist die Mitarbeit des Patienten für ein optimales Langzeitergebnis entscheidend.
In den ersten Tagen nach der OP sollte der Patient sich schonen. Die Arbeitspause beträgt je nach Art des Eingriffs 1 bis 3 Wochen. Sport ist gewöhnlich nach 2 bis 8 Wochen wieder möglich. Ein Schnäuzen der Nase sollte man, insbesondere bei Oberkiefer-OPs, für mindestens 2 Wochen vermeiden.
Komplikationen kommen bei der Dysgnathie-OP dank unserer minimalinvasiven Technik insgesamt kaum vor. Die üblichen Risiken einer chirurgischen Operation wie Infektionen und Wundheilungsstörungen sind vorhanden. Bei sachgerechter Vorgehensweise tritt derlei aber äußerst selten auf. Je nach Art der Kieferkorrektur kommt es unmittelbar nach dem Eingriff zu bestimmten Einschränkungen.
Eine Dysgnathie-OP ist eine Entscheidung, die die Chance auf eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität bietet. Funktionelle Probleme wie Kau- und Sprechstörungen, Schnarchen oder Schlafapnoe werden durch das Angehen der Ursache in der Regel dauerhaft behoben. Gleichzeitig führt die Harmonisierung der Gesichtsproportionen üblicherweise zu einem gestärkten Selbstbewusstsein. Die schonenden minimalinvasiven Methoden der modernen Dysgnathie-Chirurgie ermöglichen Ergebnisse, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren. Sie sind weitgehend präzise kalkulierbar, für die Patienten verträglich und äußerst nachhaltig.
Bitte zögern Sie nicht, die erfahrenen Dysgnathie-Experten der privaten LILIUM Klinik Frankfurt frühzeitig für einen Termin zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise vertrauensvoll zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Dr. med. Dr. med. dent. Wolfgang M. Kater