Die Arthrose der Schulter und die damit verbundenen Schulterschmerzen erzeugen bei vielen Menschen oft ausgedehnte Probleme, Schmerzen und damit verbundene Einschränkungen im Alltag. Aber gerade die möglichst freie Beweglichkeit im Schultergelenk ist für viele Handgriffe und Tätigkeiten unersetzbar. Mithilfe medikamentöser und operativer Behandlungsansätze können die Symptome der Schulterarthrose gelindert werden. Die erfahrenen Schulterspezialisten der LILIUM Klinik stellen Ihnen Maßnahmen zur Schulterarthrose-Behandlung vor und beleuchten die Hintergründe der Erkrankung.
Die Schulterarthrose, im medizinischen Fachjargon auch als Omarthrose bezeichnet, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die das Schultergelenk betrifft. Sie entsteht durch den fortschreitenden Abbau von Knorpelgewebe, das normalerweise die Gelenkflächen schützt und reibungslose Bewegungen ermöglicht. Wenn der Knorpel abnimmt, kommt es zu einem direkten Kontakt zwischen den Knochen im Schultergelenk, was zu Schmerzen, Entzündungen und Funktionsstörungen führen kann.
Die Schultergelenke sind sehr komplex aufgebaut und müssen im Laufe der Jahre viel leisten. Im Gegensatz zu den Knie- und Hüftgelenken steht hier der ausgesprochen große Bewegungsumfang im Vordergrund. Anders als die gewichttragenden Gelenke – eben Knie- und Hüftgelenke – werden die Schultern hauptsächlich durch die Vielzahl an Bewegungen über einen langen Zeitraum belastet. Insbesondere sind Überkopftätigkeiten auf Dauer schulterbelastend. Verschiedene unangenehme Symptome (zum Beispiel anhaltende Schulterschmerzen) können die Folge sein. Neben anderen Problemen kann sich an den Gelenken der Schulter mit der Zeit eine Arthrose entwickeln.
Das Schultergelenk besteht nicht nur aus einer Gelenkpfanne und dem Oberarmkopf. Vielmehr muss es als funktionelle Einheit aus dem eigentlichen Gelenk und einer Vielzahl an Muskeln, Sehnen und Bändern verstanden werden.
Die mit einer Arthrose der Schulter einhergehenden Symptome können vielfältig sein und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Die häufigsten Schulterarthrose-Symptome sind:
Es ist wichtig, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und einen individuellen Behandlungsplan zu erhalten.
Kommt es bei Patientinnen oder Patienten zu einer Abnahme der Sehnensubstanz oder gar zu einem Riss derselben, wandert der Oberarmkopf sukzessive nach oben. Das ist die Ursache einer zunehmenden Abnutzung des Knorpelüberzuges, der Schulterarthrose. Wichtigstes Symptom ist in der Regel die schmerzhafte Bewegungseinschränkung. Deren Ausmaß ermittelt Ihr Schulterspezialist bei einer körperlichen Untersuchung, gestützt von bildgebenden Verfahren.
Folgende Merkmale machen sich häufig bei der Diagnose einer Schulterarthrose bemerkbar:
Die weiterführende Diagnose erfolgt anhand einer verbindlichen Leitlinie. Nach dem Röntgenbild und dem bestätigten Verdacht der Schulterarthrose wird, soweit möglich, eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Hierbei können 3-D-Rekonstruktionen erstellt werden. Damit ist die Quantifizierung der Arthrose im Schultergelenk oft einwandfrei möglich, also die exakte Feststellung, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
Im Vordergrund steht bei der Schulterarthrose, alle konservativen Möglichkeiten der Behandlung auszuschöpfen, das bedeutet, eine Therapie ohne chirurgischen/operativen Eingriff.
Maßnahmen der konservativen Behandlung bei Schulterarthrose sind:
In vielen Fällen kann die konservative Behandlung die Arthrose im Schultergelenk, die eigentliche Ursache für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, leider nicht genügend eindämmen. Dann bietet sich eine Operation am betroffenen Gelenk der Schulter an.
Minimalinvasive Eingriffe im Sinne der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) können durch Glättung der Unterseite des Schulterdaches oftmals Linderung bringen. Je nachdem, wie sich nach der Diagnose der Omarthrose die Knochenoberfläche im MRT darstellt, kann hierdurch nicht selten erheblich Zeit gewonnen werden. Erst bei weiter fortgeschrittener Schulterarthrose wird dann die „große“ Operation notwendig.
Schulterprothesen werden in Deutschland jedes Jahr tausende Male erfolgreich eingesetzt. Neben der unfallchirurgischen Versorgung bei Knochenbrüchen steht bei uns in der LILIUM Klinik die elektive Endoprothetik der Schulter im Vordergrund.
Beim Einsetzen eines neuen Schultergelenkes benötigt der Orthopäde neben langjähriger Erfahrung ein eingespieltes OP-Team, welches ihn dabei unterstützt.
Das künstliche Schultergelenk besteht im Wesentlichen aus 3 Teilen:
Vor der Schulterarthrose-OP plant Ihr Orthopäde die anzunehmenden Implantate digital anhand der Röntgenbilder. Diese sogenannte Schablonierung erhöht für Sie als Patientin oder Patient die Sicherheit des künstlichen Schultergelenks. Sie ist daher ein essentieller Bestandteil der modernen Schulterchirurgie.
Nach der Operation, bei der das neue Schultergelenk eingesetzt wurde, wird der betroffene Arm vorübergehend mit einem speziellen Kissen ruhiggestellt. Dadurch soll neben der Schmerzreduktion auch die Muskulatur unterstützt werden, insbesondere der sogenannte Schulterkappenmuskel. Er wird ab sofort einen Großteil der Steuerung des Armes übernehmen. Eine reguläre Anschlussheilbehandlung folgt dem akut stationären Aufenthalt. Die physiotherapeutische Erstbetreuung direkt nach der Schulterarthrose-Operation in der LILIUM Klinik übernimmt das Team von Vitova Medifit. Auf Wunsch können unsere Patientinnen und Patienten in deren Praxis und medizinischem Fitnessstudio auch die sich anschließende Reha-Behandlung durchführen. Das Zeitfenster liegt hier bei etwa 4 bis 6 Wochen.
Nach Abnahme des Schulterkissens und Durchführung der Rehabilitation verordnet Ihr Orthopäde Ihnen weitere Krankengymnastik. Ab da sind Sie gefragt. Durch ein konsequentes Training sollen jetzt die optimale Beweglichkeit und der größtmögliche Kraftaufbau erzielt werden. Parallel zur krankengymnastischen Behandlung wird Ihnen in der Regel auch die Durchführung der bereits beschriebenen Medizinischen Trainingstherapie (MTT) angeboten.
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