Im Vordergrund steht wie bei jeder Diagnostik zunächst das ausführliche Beratungsgespräch mit dem Arzt.
Anschließend plant der behandelnde Arzt der LILIUM Klinik gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten das weitere Vorgehen. Für die genaue Abklärung der Ursache für die Schulterschmerzen können Bildgebungsverfahren eine wichtige Rolle spielen.
Ein typisches Bildgebungsverfahren ist neben der Ultraschalluntersuchung das Anfertigen eines Röntgenbildes. Zur Feindiagnostik ist danach in der Regel eine Untersuchung der schmerzenden Schulter mittels MRT (Magnetresonanztomographie) beim Radiologen nötig.
Aus der Summe der Anamnese, der körperlichen Untersuchung, der Bildgebung in der eigenen Praxis und dem MRT ergibt sich in aller Regel die tatsächliche Ursache der Schulterschmerzen.
Das Schultergelenk besitzt eine Reihe besonders empfindlicher Komponenten. Bei reibungsloser Funktion greifen sie nahezu unbemerkt ineinander. Je nach Ausmaß der Funktionseinschränkung können sich aber auch Leiden verschiedenen Schweregrades ergaben: von leichten Verspannungen über akute Schulterschmerzen bis hin zu chronischen Beschwerden. Es folgt ein Überblick zu den Ursachen, die am meisten vorkommen.
Am häufigsten beobachtet man in der täglichen Praxis entzündliche Veränderungen im Bereich des Schultergelenkes. Insbesondere treten hier sehr häufig Schleimbeutelentzündungen auf. Die begleitenden Schmerzen können stark und quälend sein. Patientinnen und Patienten sind häufig von Schmerzen in der Bewegung betroffen. Ein auffälliges Symptom sind zum Beispiel Schmerzen beim Abspreizen des Armes und bei der Durchführung des Schürzen- und Nackengriffes. Auch wird häufig von nächtlichen Schmerzen berichtet, nachdem im Seitenschlaf auf der Schulter Druck auf das Gelenk entstanden ist.
Eine gar nicht seltene Ursache findet sich in der Entzündung der Gelenkkapsel. Dieses Krankheitsbild hat oft einen sehr belastenden Charakter. Durch Entzündungsreaktionen der Kapsel schwillt diese an und kann vorübergehend vernarben. Das führt zu einer teilweise ausgedehnten Bewegungseinschränkung mit starken dauerhaften Schmerzen, einer sogenannten Frozen Shoulder. Eine Ursache für die Symptome lässt sich oftmals nicht finden. Ein Zusammenhang der Frozen Shoulder mit Stress wird in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur zum Beispiel diskutiert.
Nicht selten zeigt sich in der dargestellten Bildgebung als Ursache für die dauerhaften Schmerzen eine Einengung des Raumes, den eine wichtige Sehne der Schulter benötigt, die Supraspinatussehne. Dies wird als subacromiales Impingement, Impingement-Syndrom oder Engpasssyndrom bezeichnet.
Neben der bereits erwähnten Supraspinatussehne gibt es noch drei weitere Sehnen, welche der Bewegung des Schultergelenkes dienen. Sie bilden gemeinsam die sogenannte Rotatorenmanschette. All diese Sehnenstrukturen können im Laufe des Lebens, insbesondere bei Belastung über lange Zeit, von Abnutzung betroffen sein. Fortgeschritten degenerativ veränderte Sehnen im Bereich der Rotatorenmanschette können teilweise oder am Ende ganz reißen und damit zunehmende Schmerzen erzeugen.
Auch kann im Rahmen eines Unfalls, zum Beispiel durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm, eine Sehne der Rotatorenmanschette reißen.
Bei fortgeschrittenen Abnutzungen des Schultergelenkes spricht man von der sogenannten Schultergelenksarthrose. Hierbei kommt es in der Regel durch Instabilität des eigentlichen Schultergelenkes zu einem zunehmenden Verschleiß im Bereich des Gelenkknorpels an Oberarmkopf und Schultergelenkspfanne. Das führt nach meist langem Leidensweg zur arthrosebedingten Gelenkeinsteifung.
Konservative Maßnahmen der Therapie sind zunächst immer auszuschöpfen. Begonnen wird mit entzündungshemmenden Medikamenten. Des Weiteren kann durch gezielte Gymnastik mit speziellen Übungen für die Schulter und gegebenenfalls auch Physiotherapie eine dauerhafte Linderung von Schulterschmerzen erreicht werden. Solche Übungen können Patientinnen und Patienten nach Anleitung auch regelmäßig zu Hause durchführen.
Gelingt es nicht, durch konservative Maßnahmen die Beschwerden ausreichend zu lindern, kann eine Operation notwendig werden.
Ist das Schultergelenk von einer ausgedehnten Arthrose betroffen, kann die operative Implantation einer Gelenkprothese erwogen werden. Durch jahrelange Weiterentwicklung der Implantate und OP-Techniken gibt es heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten, die ursprüngliche Anatomie wiederherzustellen (anatomische Prothese). Möglich ist auch, dass eine spezielle Prothesenform (inverse Prothese) die Funktion der nicht mehr vorhandenen Sehnen erfüllt. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere Personen mit anders nicht mehr beherrschbaren Beschwerden können von einer Schulterprothese profitieren.
Definitiv steht wie bei jeder ärztlichen Behandlung das Ziel der Heilung oder Beschwerdelinderung im Vordergrund. Die Prognose des zu erreichenden Behandlungserfolges hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab.
Schulterprothesen funktionieren heutzutage aufgrund der jahrelangen Erfahrung der Hersteller und Operateure oft mehr als zufriedenstellend. Nicht selten kann mit dem Austausch eines arthrosebedingt abgenutzten Schultergelenkes nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch eine sehr gute Beweglichkeit erzielt werden. Dabei helfen eine fachkundige physiotherapeutische Begleitung und die regelmäßige Durchführung entsprechender Übungen.
Die Auswahl eines Operateurs, der in diesem Bereich sehr kompetent ist, stellt eine der Grundvoraussetzungen dar. Fragen Sie entsprechend im Beratungsgespräch nach der Erfahrung Ihres Orthopäden.
Ob akute Schulterschmerzen oder anhaltende Beschwerden: Schulterprobleme sind behandelbar. Bitte zögern Sie nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise vertrauensvoll zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.