In der LILIUM Klinik in Wiesbaden
Schäden am Hüftgelenk lassen Patientinnen und Patienten oft erheblich leiden. Sind andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, bringt ein künstliches Hüftgelenk gewöhnlich Schmerzfreiheit und neue Beweglichkeit. In den vergangenen 10 Jahren wird eine besondere Art der Hüftprothese zunehmend populärer, die sogenannte Kurzschaftprothese. Die zementfreie Implantation verläuft wesentlicher schonender und es geht weniger Knochensubstanz verloren. Für einen Prothesenwechsel, der vielleicht in späteren Jahren einmal erforderlich ist, ist das vorteilhaft. Die Endoprothetik-Spezialisten der privaten LILIUM Klinik gehören zu den führenden Experten für Kurzschaftprothesen und haben auf diesem Gebiet sehr viel Erfahrung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Gelenk-Klinik.
Definition: Die Kurzschaftprothese ersetzt das gesamte Hüftgelenk, wobei weniger Knochensubstanz als bei Standardprothesen entfernt wird. Das erleichtert zukünftige Prothesenwechsel .
Verfahren: Die Prothese wird minimalinvasiv implantiert, meist zementfrei, mit schonendem Zugang zum Schutz der Muskulatur.
Vorteile: Erhaltung gesunder Knochensubstanz, geringere Narbenbildung, schnelle Mobilisation und verbesserte Lebensqualität auch bei sportlicher Aktivität.
Materialien: Verwendung von biokompatiblem Titan und Keramik für Stabilität und Langlebigkeit.
Nachsorge: Sofortige Mobilisation, intensives Reha-Programm, vollständige Genesung und Rückkehr zu normalen Aktivitäten innerhalb von Wochen.
Eine Totalendoprothese (TEP) für die Hüfte ersetzt das gesamte Hüftgelenk. Hüftpfanne, Teile des Oberschenkelhalses und der Hüftkopf werden entfernt und durch Implantate ersetzt. Eine solche Hüft-TEP kommt zum Einsatz, wenn eine Hüftarthrose (Coxarthrose), ein Gelenkverschleiß, bereits weit fortgeschritten ist.
Der bisherige Standard ist eine sogenannte Geradschaftprothese. Zwar gilt sie als stabil und verlässlich, allerdings geht bei der Implantation im Bereich des Gelenks verhältnismäßig viel Knochensubstanz verloren. Je nach Alter der Patientin oder des Patienten kann das problematisch sein:
Bei einem Prothesenwechsel ist es sehr von Vorteil, wenn zur stabilen Verankerung noch mehr Knochen vorhanden ist. Genau für eine solche knochensparende Implantation wurden Kurzschaftprothesen entwickelt, die zunehmend Anwendung finden.
Eine Kurzschaftprothese kommt der Anforderung sehr gut nach, sparsam mit gesunder Knochensubstanz umzugehen:
Ihr Orthopäde wird zunächst versuchen, die Beschwerden, welche die Arthrose im Gelenk verursacht, mit nichtoperativen Maßnahmen einzudämmen. Wenn das nicht gelingt, muss an eine Hüftprothese gedacht werden.
Patientinnen und Patienten, für die sich die Kurzschaft-Variante eignet, haben sehr gute Aussichten, sich in späteren Lebensjahrzehnten mit ihrer Hüftprothese eine sichere Mobilität zu bewahren.
Hüftprothesen mit kurzem Schaft gibt es in recht verschiedenen Formen mit unterschiedlicher Beschaffenheit. Für moderne Ausführungen werden ausgesprochen hochwertige Materialien eingesetzt. Sie kombinieren eine hohe Stabilität, eine ausreichende Elastizität und eine möglichst hohe Abriebfestigkeit miteinander. Für die Komponenten, die in den Knochen implantiert werden, wird das biokompatible Metall Titan genutzt. Der künstliche Oberschenkelkopf ist in der modernen Hüftendoprothetik stets aus Keramik. Das Inlay besteht in der Regel aus dem hochvernetzten Kunststoff Polyethylen.
Die Implantation einer Hüftprothese bringt Ihnen in der Regel Schmerzfreiheit und eine ganz neue Lebensqualität. Insbesondere mit einer Kurzschaftprothese kann auch wieder Sport ausgeübt werden. Davon profitiert die jüngere Patientengruppe ganz besonders. Zu bevorzugen sind hüftschonende Sportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Den wohltuenden Effekt regelmäßiger Bewegung können Sie Ihrem Organismus dank dem neuen Hüftgelenk wieder regelmäßig bescheren.
Je nach Bedarf erfolgt der Gelenkersatz an einer oder beiden Hüften. Benötigen Sie auf beiden Seiten Gelenkersatz, gehen wir gewöhnlich schrittweise vor. Die zweite Operation erfolgt in einigem zeitlichen Abstand, nachdem Heilung, Reha und Gewöhnung an das erste künstliche Gelenk abgeschlossen sind. Seltener können auch beide Hüftgelenke in einer Operation ersetzt werden. Auch hierbei besteht bei uns große Erfahrung. Die Hüft-Spezialisten der LILIUM Klinik beraten Sie gerne dazu.
Nach bisherigen Erfahrungen sind Kurzschaftprothesen genauso lang haltbar wie konventionelle TEPs. Deren Lebensdauer liegt bei durchschnittlich 15 bis 20 Jahren. Da der Kurzschaft noch nicht so lange etabliert ist wie standardmäßige Hüftprothesen, liegen aktuell weniger Langzeitdaten dafür vor. Soweit bekannt, sind jedoch keine Einschränkungen bei der Haltbarkeit zu erwarten.
In der LILIUM Klinik kommt die neueste Generation von sogenannten kalkargeführten Kurzschäften zum Einsatz. Diese Variante ist nach dem Calcar femoris benannt, einer Region im Inneren des Oberschenkelknochens. Bei bestimmten Fehlstellungen der Hüfte bietet das Verfahren erhebliche Vorteile im Vergleich zu Geradschaftprothesen. Die individuelle Hüftanatomie lässt sich mit der etwas unterschiedlichen Implantationstechnik sehr gut rekonstruieren. Dank besonderer Schonung von Muskel- und Weichteilgewebe kommt es zu einem geringeren Blutungsrisiko, einer zumeist beschleunigten OP-Zeit und hervorragender früher Mobilität.
In der LILIUM Klinik kommt die neueste Generation von sogenannten kalkargeführten Kurzschäften zum Einsatz. Diese Variante ist nach dem Calcar femoris benannt, einer Region im Inneren des Oberschenkelknochens. Bei bestimmten Fehlstellungen der Hüfte bietet das Verfahren erhebliche Vorteile im Vergleich zu Geradschaftprothesen. Die individuelle Hüftanatomie lässt sich mit der etwas unterschiedlichen Implantationstechnik sehr gut rekonstruieren. Dank besonderer Schonung von Muskel- und Weichteilgewebe kommt es zu einem geringeren Blutungsrisiko, einer zumeist beschleunigten OP-Zeit und hervorragender früher Mobilität.
Diese Operationen gehören zu den Standardeingriffen für unsere erfahrenen Spezialisten. Sie bewegen sich in den ersten Wochen nach der OP zumeist mit Unterarmgehstützen fort. Nach einigen Tagen können Sie in der Regel wieder Treppen steigen. Nach Entlassung aus der Klinik beginnen Sie mit der Rehabilitation. Da bei der minimalinvasiv erfolgenden Operation keine Muskeln verletzt werden, ist die Teilnahme am Reha-Programm vereinfacht. Eine Reha kann ambulant oder stationär stattfinden und dauert in der Regel mehrere Wochen. Der Zeitpunkt des Wiedereinstiegs in Ihren Beruf hängt von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab.
Die minimalinvasive Operation verletzt weniger Gewebe, erlaubt eine schnellere Heilung und bringt im Durchschnitt weniger Schmerzen mit sich. Insgesamt ist die Implantation einer Kurzschaftprothese in erfahrenen Händen sehr komplikationsarm. Es bestehen jedoch die üblichen Operationsrisiken wie Infektionen oder Thrombosen. Bei allen Hüftprothesen besteht das Risiko der Prothesenlockerung, die mit stärkerer Belastung steigt. Auch sogenannte septische Lockerungen können vorkommen, eine bakterielle Besiedlung des künstlichen Gelenks. Ebenso ist ein Abbau des Knochens infolge von Kunststoffabrieb prinzipiell möglich. Im Vorfeld klärt unser Spezialist Sie im Detail über mögliche unerwünschte Wirkungen auf.
Zögern Sie bei Hüftschmerzen nicht, die erfahrenen Orthopäden der privaten LILIUM Klinik Wiesbaden frühzeitig zu kontaktieren. Wir empfangen Sie gern und stehen Ihnen als Begleiter mit großer Fachexpertise zur Seite. Auch eine Zweitmeinung, die Ihnen jederzeit zusteht, können Sie bei uns einholen.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Dr. med. Ramin Farhoumand, MBA